Kate Simko @ #A_SPACE


Nach Veröffentlichungen auf unter anderem Get Physical, No. 19 Music, Leftroom, Holic Trax, Supplement Facts sowie Alben auf Ghostly International, Traum und Hello? Repeat ist Kate Simko sicherlich keine Unbekannte mehr. Das wahre musikalische Genie zeigt die in Chicago geborene jedoch mit ihrem London Electronic Orchestra. Dabei verbindet sie klassische Musik mit elektronischen Elementen. Aber auch Soundtracks für Filme und zahlreiche klassische Kompositionen hat sie produziert. Den nächsten großen Termin in Deutschland hat Kate beim Her Damit Festival auf Rügen. Dies war für uns die ideale Gelegenheit, der mittlerweile in London wohnenden Komponistin und DJ ein paar Fragen zu stellen.

Wer waren deine größten musikalischen Einflüsse, als du aufgewachsen bist?
Michael Jackson, Madonna, die Beatles, KLF, John Coltrane, Alice Coltrane und klassische Musik von meinem Dad.

Erzähl uns ein wenig was über dein Electronic Orchestra. Wie hat das Projekt angefangen?
Ich habe das London Electronic Orchestra gegründet, als ich noch Studentin an der Royal College of Music in London war. Nach einigen Arbeiten an Filmsoundtracks, habe ich gemerkt, wie unglaublich diese Liveinstrumente klingen, also habe ich dafür Musik geschrieben anstatt für Synthesizer.

War es schwierig für dich, etwas für ein kleines Orchester zu schreiben anstatt alleine Musik zu produzieren?
Nicht wirklich, ich habe alle Teile auf einem Keyboard eingespielt und dann in einer Notationssoftware übertragen. Das ist ein sehr langweiliger Teil, aber keine große kreative Herausforderung. Es ist einfach nur viel Perfektionismus und Präzision. Ich mag diese Aufgabe aber, um ehrlich zu sein!

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Wo siehst du Gemeinsamkeiten zwischen klassischer und elektronischer Musik?
Es ist beides Musik ohne Worte. Das ist eine natürlich eine Generalisierung. Aber was ich meine ist, dass Musik selbst die Story erzählt, es gibt keine ausgesprochene Lyric, die die Geschichte beschreibt.

Die Festivalsaison kommt so langsam in Gang, was für Momente hast du schon auf Festivals erlebt?
Ich sitze hier und grinse gerade über einige aufkommende Erinnerungen. Ich glaube der beste Moment war auf einem der ersten Festivals auf dem ich gespielt habe, dem Punta del Este in Uruguay in 2007. Mein beste Freund flog von New York ein und wir teilten uns für einige Wochen eine Wohnung in Buenos Aires. Dann sind wir zusammen nach Punta gegangen, wo ich eine von nur sehr wenigen Acts war – Gustavo Cerati, Diplo und wirklich vielleicht nur zwei andere. Das war neu für mich, in anderen Ländern zu spielen und mein Freund und ich waren so aufgeregt über meinen privaten Backstagebereich. Es war sehr nobel und übertrieben eingerichtet. Und obwohl nur wir zwei dort waren, haben wir fast alle Drinks und das Essen weggeputzt.

Du spielst auf dem Her Damit Festival im nächsten Monat. Freust du dich schon darauf, wieder nach Deutschland zu kommen?
Ja, natürlich! Die letzten zwei Festivals, die ich in Deutschland gespielt habe, waren großartig. Ein Set auf der Fusion bei Sonnenaufgang und ein Festival im Harry Klein letzten August. Da freue ich mich schon auf ähnlich gute neue Erfahrungen.

Was steht sonst noch bei dir an?
Ich bin glücklich darüber, dass bald neue Musik von mir kommen wird. Tevo Howard und ich haben für ein Projekt namens PolyRhythmic zusammengearbeitet, die erste EP kommt ende April und das komplette Album kommt im September. Dann stehen noch einige Remixe und drei Kollaborationen an, die alle sehr unterschiedlich aber aufregend sind. Also ja, viel neue Musik, ansonsten sehen wir uns auf dem Her Damit Festival!

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Fotocredit: Anthony Price