„Kein Morgen“ – Neuer Bildband dokumentiert die Rave-Szene der frühen 90er

Mit „Kein Morgen“ hat der deutsche Fotograf Werner Amann in Zusammenarbeit mit dem mehrfach ausgezeichneten Schriftsteller Leif Randt einen Bildband veröffentlicht, der die Raves der ersten Hälfte der 90er-Jahre dokumentiert. Amann selbst war in der Technoszene des Jahrzehnts dabei und beweist nun mit seinen Nahaufnahmen und emotionalen Portraits, wie zeitlos die Ravekultur ist.

90er-Jahre oder doch 2023? Blättert man durch die Aufnahmen in „Kein Morgen“, könnte man meinen, dass sie aus dem Hier und Jetzt stammen: Bauchtaschen, schnelle Sonnenbrillen, Lack und Leder, Sportkleidung in Oversize-Größen. Die Ähnlichkeit zur Gegenwart ist frappierend. Doch nicht nur die Mode auf den Fotos zeugt von diesem zeitgenössischen Vibe. Auch die Präsenz und Nähe verleihen den Bildern einen rezenten Touch, wenngleich sicherlich auch ein gewisses fotografisches Geschick hierfür von Nöten ist. Aufgenommen wurden die Schnappschüsse in deutschen Großstädten wie Berlin, Frankfurt oder Dortmund, aber auch in internationalen Metropolen wie New York, Zürich und Paris. Mit „Kein Morgen“ spendieren Amann und Randt eine der letzten Möglichkeiten, legendäre Clubs wie Omen, Tresor, E-Werk, Limelight, Tunnel oder Sound Factory noch einmal in ihrer Blüteperiode zu erleben.

„Kein Morgen“ umfasst 198 Seiten und ist über Spector Books erhältlich. Es kostet 36 Euro.

Aus dem FAZEmag 132/02.2023
www.spectorbooks.com
www.werneramann.com

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