Keine Vergnügungsstätten mehr: Clubs sollen eigenen Status erhalten

Es wurde lange gefordert, nun könnte es endlich soweit sein: Der gestern vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf zur Baurechtsnovelle sieht eine eigene Kategorie für Musikclubs vor. Damit sollen sie nicht mehr unter den Begriff der Vergnügungsstätten fallen – dem beispielsweise Spielhallen, Sex-Kinos und Wettbüros zugehörig sind.

Laut Kulturstaatsministerin Claudia Roth würde die kulturelle Bedeutung der Clubs anerkannt werden. Sie sprach von einer guten Nachricht, da in Musikclubs Kultur gelebt werde. Menschen unterschiedlicher Lebenswelten würden auf diese Weise zusammenkommen und die kulturelle Vielfalt prägen.

Durch den neuen Status dürften Clubs bei der Stadtentwicklung eine andere und größere Rolle spielen und etwa mit weniger Auflagen und bürokratischen Hürden zu kämpfen haben. Die Novelle soll in diesem Jahr vom Bundestag beschlossen werden.

Quelle: WDR, DLF Kultur

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