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Mit der Katalognummer 25 ist zugleich auch die „Workparty Five“ des Berliner Kollektivs um Keinemusik veröffentlicht worden. Die zum jährlichen Highlight des Labels avancierte Kopplung, bei der sich &ME, Rampa, Adam Port und David Mayer mit jeweils einem Track verewigen, erscheint in diesem Fall pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum.

Passend dazu ging das Quartett auf große Tour. Unter dem Motto „The Party Is Over“ bespielten sie von Anfang Oktober bis in den November hinein Clubs in Wien, Amsterdam, München, Zürich, London, Oslo, Moskau oder Rom, berichtet &ME: „Jedes Date war wirklich super. Vor allem Istanbul ist uns in Erinnerung geblieben. Der Vibe dort war von Anfang bis Ende super – und das an einem Dienstag.“ – „Wir haben am nationalen Feiertag dort gespielt – quasi am Tag der Gründung. Wir hatten vor der Tour für jedes Land, in dem wir spielen, Keinemusik-Sticker mit den jeweiligen Flaggen drucken lassen. Und die dachten dann natürlich, dass wir das aufgrund des Feiertags gemacht haben. Das war schon sehr witzig (lacht)“, erinnert sich Adam Port. Auf das halbe Jahrzehnt angesprochen, merkt David vor allem die Schnelllebigkeit an: „Eigentlich kommt mir diese Zeit nur wie zweieinhalb Jahre vor … Wenn ich daran denke, wie alles angefangen hat und wo wir heute stehen, ist alles so unglaublich schnell gegangen. Die ersten Releases – wir wussten nicht, wie sich alles entwickelt und in welche Richtung es geht. Ich freue mich auf die Zeit, die noch vor uns liegt.“ Auch Adam Port sieht das ähnlich. Er erinnert sich an die Anfänge: „Ich denke daran, wann David seinen normalen Job an den Nagel gehangen hat – das war Anfang 2012. Bei mir sind es schon sieben Jahre. Besonders in Erinnerung bleibt natürlich so etwas wie die erste Tour, wo wir alle zusammen unterwegs waren. Das war im Hamburger Baalsaal, im Luna in Kiel und in London. Wir haben uns gefühlt wie Rockstars (lacht).“ Während man andere DJs und Produzenten früher oder später mit einem Album in Verbindung bringt, ist es bei Keinemusik die „Workparty“. Für die fünfte Ausgabe konnte Port in diesem Fall die Stereo MC’s für eine Kollaboration gewinnen. „Fetisch von Terranova hat uns connectet. Rob und Nick haben öfters Sachen von uns gepostet und schienen nicht ganz abgeneigt. Irgendwann hat es funktioniert und wir wollten einen gemeinsamen Track produzieren. Allerdings kamen die ersten Versionen ohne Vocals, und für mich war da noch Luft nach oben. Ich habe mich dann langsam herangetastet, und sie haben super professionell geantwortet, direkt etwas geschickt. Das war die entspannteste Kollaboration, die ich bis jetzt hatte.“ Bei Rampa hingegen war es eine eher eilige Angelegenheit: „Ich habe innerhalb von vier Tagen etwas fertig gemacht. Es gab fünf bis sechs Skizzen, zwischen denen ich mich entscheiden musste. Davids Track dagegen war schon ewig fertig.“ – „Sicherlich ist das Thema Album interessant für jeden von uns. Bei mir spielen gute EPs aber erst mal die wichtigere Rolle. Deshalb sitze ich dann auch meist ewig daran. So ein Track kann sich dann auch schon mal anfühlen wie ein ganzes Album (lacht).“ Für die kommenden Wochen möchten die Jungs um Keinemusik ihre eigene Plattform www.keinemusik.com stärken. Dafür planen sie, Remixe von ihren eigenen Stücken exklusiv in ihrem Shop anzubieten, erzählt Rampa: „Wir remixen uns selbst – wie kürzlich mit ‘Shifter’ passiert – und werden diese exklusiv bei uns im Shop zur Verfügung stellen – kein Beatport, kein iTunes, kein Shazam. Etwas für den Innercircle quasi.“ / Rafael Da Cruz

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www.keinemusik.com

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Aus der FAZEmag-Ausgabe 034/12.2014