kerbholz-sonnenbrille


Die beiden Kölner Matthias und Moritz gründeten 2011 das Unternehmen Kerbholz. Inspiriert durch eine Reise begann auch ihre Reise als Unternehmer. Kerbholz versteht sich als Hersteller von Brillen, Sonnenbrillen und Uhren aus natürlichen Materialien. Mit ihren Produkten liegen sie nicht nur absolut im modischen Trend auch zum Thema Nachhaltigkeit sind sie Vorreiter in der Branche.
Wir haben die beiden etwas näher dazu befragt.

Ihr bietet Produkte wie (Sonnen-)brillen und Uhren aus ganz besonderem Material an. Erzählt mir doch etwas zu den Materialen, die ihr verwendet. 
Angefangen hat alles vor etwa fünf Jahren mit Sonnenbrillen komplett aus Holz, daher auch unser Markenname Kerbholz. Auch jetzt ist der Großteil unserer Produkte aus oder mit Holz hergestellt, mittlerweile nutzen wir aber auch andere natürliche Werkstoffe wie Acetat, Schiefer oder zukünftig Marmor. Für uns ist es wichtig, mit nachhaltigen Rohstoffen zu arbeiten, daher achten wir stark auf die Herkunft unserer Materialien und eine faire Herstellung. Außerdem setzen wir uns auch aktiv für den Umweltschutz ein. Unter anderem spenden wir einen Teil unserer Einnahmen an Aufforstungsprojekte und engagieren uns auch an vielen anderen Projekten, die der Umwelt und unseren Mitmenschen zugutekommen.
Wann, wie und vor allem wo wurdet ihr zu dazu inspiriert?
Wir bereisten, noch während unseres Studiums, eine Zeit lang Lateinamerika und haben dort erlebt, was eigentlich alles mit Holz möglich ist. Vor allem der Holzschmuck auf Indiomärkten hat uns begeistert und wir fragten uns, ob man nicht auch schicke Accessoires nach unseren modischen Vorstellungen aus Holz herstellen kann. Und so entstand aus dem ursprünglichen Gedankenspiel nach vielen langen Abenden und ganz viel Herzblut aller Beteiligten unsere Firma mitsamt ihrer Produkte.
Aller Anfang ist schwer. Welche Hürden musstet ihr nehmen? Und welche Hürde war am schwierigsten zu überwinden?
Da gab es viele. Jedes Jahr und jedes Wachstum bringen ganz automatisch neue Herausforderungen mit sich. Finanzierung war am Anfang ein immer wiederkehrendes Thema: Woher kriegen wir für die Nachfrage nach unseren Produkten das Geld, um sie vorzufinanzieren. Irgendwann kamen dann noch weitere Mitarbeiter außer uns dazu und auf einmal waren wir Chefs – auch eine Rolle in die man erstmal hineinwachsen muss.
Es wird eigentlich in so einem Start-Up selten langweilig ;).
Der Name „Kerbholz“. Eigentlich ist ein Kerbholz ja ein mittelalterlicher Schuldschein, wieso also habt ihr euch für diesen Namen entschieden?
Wir deuten den Begriff ins Positive um. Für uns geht es nicht um Schulden sondern Erinnerungen, die man in sein Kerbholz kerbt. Schöne Erinnerungen, in denen unsere Brillen und Uhren treue Weggefährten darstellen, ganz egal ob unsere Sonnenbrillen an schönen Sommertagen oder der Blick auf eine unserer Uhren zum Silvestercountdown.
Schmuck aus Holz kannte man schon. Weshalb habt ihr euren Fokus auf (Sonnen-) brillen und Uhren gelegt?
Genau darum ging es uns: Es gab zwar Schmuck aus Holz aber der war weit weg von dem, wie wir uns das vorstellten. Während im Möbel- und im Industriedesign Holz ein sehr anerkannter Werkstoff für klassisch nordisches Design ist, war es bis dato nicht in der Mode präsent. Wir wollten Accessoires, die das schöne Material durch ihren Minimalismus inszenieren.
Das Kerbholz-Design im Geiste der Bauhaus Schule ist minimale Gestaltung für maximale Wirkung. Designobjekte für jeden Tag.
Wer solch natürliche Materialien verwendet hat doch bestimmt auch etwas zum Thema Nachhaltigkeit zu sagen?
Nachhaltigkeit spielt für uns wie bereits erwähnt eine übergeordnete Rolle. Nicht nur achten wir bei der Produktion auf nachhaltige Ressourcen und eine faire Herstellung, sondern setzen uns auch aktiv für den Umweltschutz ein. Unter anderem spenden wir einen Teil unserer Einnahmen an Aufforstungsprojekte und engagieren uns auch an vielen anderen Projekten, die der Umwelt und unseren Mitmenschen zugutekommen.
Weihnachten steht quasi vor der Tür und Geschenke müssen besorgt werden. Welche aktuellen Produkte könnten als Weihnachtsgeschenkidee besonders interessant sein?
Die Modelle Wilma & Walter haben von uns zu Weihnachten eine Reihe neuer Lederarmbänder zum durchziehen bekommen. Die kann man wechseln und auf die Weise zu jedem Outfit kombinieren. Abgesehen davon ist Walter für den German Design Award 2016 nominiert – man macht also nichts falsch.
Wo sind eure Produkte zu erwerben?
Wir selber vertreiben über unseren Onlineshop auf www.kerbholz.com. Des Weiteren haben wir ein stetig wachsendes, europaweites Händlernetzwerk aufgebaut, in dem zum Beispiel Optiker, Juweliere oder Boutiquen, aber auch andere Onlineshops, unsere Produkte an den Mann oder die Frau bringen.
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