Kaffee



Zwei Bayern wollten lediglich ihren Kaffee genießen, doch was erhielten sie? Anstatt zwei Kilo Kaffee kauften sie versehentlich zwei Kilo Ketamin.

Die Vorstellung morgens seinen Kaffee zu genießen, jedoch danach in einen Rausch mit Wahrnehmungsveränderungen und möglichen Lähmungserscheinungen zu verfallen, klingt schon sehr skurril. Doch genau das hätte zwei Bayern aus Parsdorf passieren können.

Am vergangenen Donnerstag kauften die zwei bei einem Unternehmen, welches unzustellbare Lieferungen des Paketdienstes aufkauft und diese dann für einen günstigen Kaufpreis wieder verkauft, zwei Pakete Kaffee ein.
Als sie dieses dann am Freitag öffneten, staunten sie nicht schlecht, als sie anstatt braunem Kaffeepulver ein weiß-bläuliches Pulver erblickten. Äußerlich sah die Verpackung nämlich ganz normal aus.

Selbstverständlich verständigten die beiden unverzüglich die Polizei, welche die Substanz sicherstellte.
Erste Untersuchungen zur Identifizierung der Substanz fielen in Bezug auf Rauschgift negativ aus, da jedoch nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Pulver ein anderer gesundheitsgefährdender Stoff sei, führte das Landeskriminalamt weitere Untersuchungen durch. Dieses ergaben, dass es sich bei dem Pulver um das Narkosemedikament Ketamin handelt.

Ketamin wird ursprünglich in der Notfall- und Tiermedizin verwendet, da es als Analgetikum schmerzlindernd wirkt und sich ausgezeichnet als Narkosemittel eignet. Es wird aber auch als Rauschdroge verwendet.

Wenn die beiden Ein-Kilo-Kaffeepakete wirklich voll gepackt waren, handelt es sich bei dem angeblichen Kaffee um Drogen im Wert von 70.000 €.

Die Polizei geht bei dem Ganzen von einer schiefgelaufenen Drogenlieferung aus.

Bei einer späteren Durchsuchung des Laderaumes des Händlers fanden die Polizisten noch eine weitere Packung von dem falschen, mit Ketamin gefüllten Kaffee.
Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass noch weitere mit Drogen gefüllte, angebliche Kaffeepackungen im Umlauf sind. Der Hersteller selber scheint jedoch unbeteiligt zu sein.

Die Polizei warnt zur Vorsicht und bittet bei ähnlichen Feststellungen, die umliegenden Polizeibehörden zu benachrichtigen.

 

 

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