KI in der Musikbranche: Nützliches Werkzeug oder direkte Konkurrenz

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KI in der Musikbranche: Nützliches Werkzeug oder direkte Konkurrenz

KI macht sich in allen Bereichen breit. Die Musikindustrie ist davon nicht ausgenommen. Wie stark KI in künstlerische Bereiche eingreift, ist bereits bei der Erstellung von Bildern und digitalen Kunstwerken zu sehen. Dabei ist der Grad zwischen helfendem Werkzeug und komplett autonom erstellender Software, die menschliche Künstler bedroht, sehr eng. Welche Chancen und Risiken der verstärkte Einsatz für die Musikbranche bedeuten kann, kommt jetzt.   

Kostenreduktion mit KI

Der Kostenfaktor ist gerade am Beginn einer musikalischen Karriere entscheidend. Studios kosten Geld und auch die endgültige Abmischung von Titeln und das Mastering kann sehr kostenintensiv sein. Mit neuen KI-Plattformen wird das Abmischen einfacher und schneller. Traditionelle Toningenieure finden diesen Trend wahrscheinlich nicht so gut, denn viele Songs entstehen kostengünstig auf KI-Plattformen wie LANDR für wenig Geld.

Entwicklung neuer Musikstile auf Knopfdruck

Der Lernprozess ist mit KI-Werkzeugen um ein Vielfaches einfacher. Das bedeutet, dass man sich als Musikschaffender auch auf unbekanntem Terrain bewegen kann. Stile und Genres, mit deren Struktur und Aufbau man sich nicht so gut auskennt, können mit KI erstellt werden. Dabei erstellen selbstlernende Programme anhand von Schlüsselwörtern und Bildern neue, innovative Titel.

Jeder kann Musik machen

Mitunter liegt es nur am technischen Verständnis und an finanziellen Hürden, dass Lieder einfach nicht produziert werden. Das Talent der Künstler ist ein Aspekt. Doch die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen entscheiden oft über den Verbleib der Titel. Mit KI wird nicht nur der technische Aspekt vereinfacht, sondern auch die Kosten extrem reduziert. Mit künstlicher Intelligenz können auch Laien anfangen, Musik schreiben zu lassen. Ähnlich wie bei ChatGPT reichen Schlüsselwörter aus, um Tonspuren und Texte zu kreieren. Damit erhalten wesentlich mehr Menschen Zugang zur Musikbranche. 

KI bringt mehr Effizienz und spart Zeit

Anwendungen der künstlichen Intelligenz basieren zu einem Großteil auf selbstlernenden Algorithmen. Das kann sich in der Unterhaltungsbranche ganz unterschiedlich auswirken. So wird beispielsweise bei Spieleplattformen, wie sie neue Wettanbieter ohne oasis bieten, die riesige Auswahl an Titeln an die Suchkriterien der Nutzer angepasst. Der Algorithmus erkennt, zu welcher Uhrzeit, welche Spiele besonders häufig genutzt werden und filtert das Angebot entsprechend. Die Nutzer sparen Zeit beim Suchen und die Plattform bietet personalisierte Spielerlebnisse. 

Musikproduzenten können heute ebenfalls die Fähigkeit der KI zur schnellen Datenanalyse nutzen. Wo man sich vorher langwierig durch viele verschiedene Titel und Tonspuren arbeiten musste, können heute mit KI-Software viele Daten auf einmal analysiert werden. Mit dieser Datenanalyse werden Strukturen und Muster erkannt. Mit den richtigen Schlüsselwörtern lässt sich dann wesentlich schneller neue Musik erzeugen.

Risiken und Schwachstellen von KI in der Musik

Auch wenn KI viele Vorteile mit sich bringt und der Musikmarkt vielen Menschen öffnet, müssen doch einige Schwachstellen angesprochen werden. 

Bedrohung von Arbeitsplätzen

Die ersten, die unter der verstärkten Nutzung von KI zu leiden haben, sind die Menschen im Hintergrund. Die großen Künstler selbst werden von KI-Tools vorerst noch verschont. Dafür sorgen Popularität und Live-Shows. Denn auch mit KI wollen die Fans ihre Künstler auf der Bühne und in den Clubs sehen. 

Doch in Zukunft werden sich Toningenieure und Produzenten mit der Entwicklung von KI auseinandersetzen müssen. Gleiches gilt für Studiomusiker, die einfach mit der passenden Tonspur ersetzt werden können. Beat-Hersteller oder Soundmixer verlieren an Bedeutung und werden in vielen Fällen durch eine passende Software ausgetauscht. Diese erstellt und passt die Titel aufeinander ab und kann den kompletten Ablauf einer Liveshow synthetisch erzeugen.

KI wird jeden Tag schlauer. Mit maschinellem Lernen reicht es, dass den Algorithmen immer wieder neue Daten zugeführt werden. Diese analysiert die KI-Anwendung in kurzer Zeit. Sie erkennt die verschiedenen Strukturen, Muster und Elemente, die sie daraufhin eigenständig zusammenstellen kann.

Urheberrecht für KI-Kreationen

Ein kritisches Thema ist das Urheberrecht. Aktuell ist es schwierig, den Status von KI-erzeugter Musik zu bestimmen. Da die Titel von einer Maschine erstellt werden und nicht von einem Menschen, fallen sie nicht unter das Urheberrecht. Das bedeutet, dass man erstellte Lieder und Titel nicht schützen und jeder sie nutzen kann, ohne dafür eine Gebühr abzugeben.

Limitation durch Vereinheitlichung

Der menschlichen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Mit KI-Algorithmen besteht die Gefahr, dass eine Vereinheitlichung entsteht. Die musikalische Vielfalt könnte reduziert und von Entwicklern der KI-Programme gesteuert werden. Wie weit selbstlernende Prozesse kreativ sein können, ist noch nicht belegt, denn der Einsatz in der Musikbranche fängt gerade erst an.

Fazit

KI gibt der Musikbranche viele Möglichkeiten, Kosten und Zeit zu reduzieren. Die Branche wird wesentlich mehr Künstlern zugänglich, vor allem denen mit geringem Budget und technischen Kenntnissen. Doch die Gefahren, die von einer eigenständigen KI ausgehen, dürfen nicht außer Acht gelassen werden.