Das Strandbad am Plötzensee. Credits: Kai Wegner – Flickr


Mit der Plötze eröffnete erst vor Kurzem eine neue Open-Air-Location in Berlin. Die Opening-Party war ein voller Erfolg, doch nun liegt Ärger in der Luft. Weil der Bezirk Berlin-Mitte ein Verbot von Konzerten auf dem Gelände des Clubs ausgesprochen hat, reichte die Plötze gemeinsam mit der Clubcommission eine Klage ein.

Speziell geht es bei dem Disput um die Party “Tropicalia by Pornceptual”, die unter Androhung von Strafe nicht stattfinden soll. Sabine Weißler (Bündnis 90 / Die Grünen) sprach sich für ein Verbot aus, weil sie die Gefahr sehe, der Ort könnte sich in eine Event-Location verwandeln. Laut ihr gehöre das Seeufer zum Naturschutzgebiet Volkspark Rehberge, weshalb es einen besonderen Schutz genieße. Zudem müsse auf die Anwohner*innen Rücksicht genommen werden.

Verwunderlich ist allerdings, dass das Verbot offenbar nur das Pornceptual-Event betrifft. Andere Tanzveranstaltungen konnten/können auf dem Gelände problemlos stattfinden. Das Plötze-Team und die Clubcommission sehen aber gute Chancen, mit der Klage Erfolg zu haben. Sie berufen sich dabei insbesondere auf das Projekt Draussenstadt und den Pachtvertrag der Berliner Bäderbetriebe, der derartige Events ausdrücklich erlaube.

Die Ticketverkaufsseite bei Resident Advisor wurde zunächst wieder vom Netz genommen. Den Ticketkäufer*innen wurde allerdings später mitgeteilt, dass die Veranstaltung am Sonntag stattfinden soll.

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Quelle: Groove