
Während alle Stücke des 105-Releases einen schmutzigen, eiskalten, elementaren Rhythmus gemein haben – hämmernde, energetische und hypnotische 4/4-Kickdrumschläge steckt der Teufel, wie bei allen Kobosil-Produktionen, im klangästhetischen Detail. „40000 L“ nutzt gurgelnde Synthmotive und heulende Hörner zum dramatischen Effekt; „Bei Nacht H (178)“ kontrastiert die Kick mit einem schroffen, blechernen Drumbeat und einer bedrohlichen Melodiefläche, eine albtraumhafte Stimmung evozierend.
„Backmask N“ auf B1 kommt mit stark verfremdeten Vocalsamples, Rave-reminiszierenden Synthhieben und versetzter Hi-Hat-Perkussion. „Derange“ schließt diesen Vierteiler mit körnigen Drone-Echos und pulsierend pochenden, brutzelnden Synth-Impulsen.
Während Kobosil sein sonisches Full-Floor-Fokus-Repertoire ausbaut, zeigt ihn 105 von seiner bisher düstersten und kraftstrotzendsten Seite – diese 12“ ist ein Rohling, im positivsten Sinne.
Die 105 EP erscheint am 30. Juni 2017 auf 12“-Vinyl und in digitalen Formaten.
Am 9. Juni wird das neue Album Work von Nick Höppner auf Ostgut Ton veröffentlicht.
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