Dass Wildschweine so einen exzellenten Riecher für die weiße Droge besitzen, hätten wir nicht gedacht. Mit ihren feinen Nasen halfen ausgerechnet italienische Wildschweine Drogenfahndern einen Dealer-Klan aufzuspüren. Medienberichten zufolge haben die Tiere im Wert von etwa 22.000 Dollar (20.000 Euro) in der toskanischen Stadt Montepulciano einen riesigen Kokainvorrat erschnüffelt, der im Boden vergraben worden war. Reste der weißen Substanz haben die Wildschweine dann Wäldern des Chiana-Tals verteilt und ihn dadurch stellenweise auch verwüstet. In welchem Zustand sich die Tiere nun befinden ist unklar.

Unter Verdacht stand eine Dealerbande aus der Region, von der vier Bandenmitglieder auch festgenommen worden sind. Zwei Kilogramm des weißen Pulvers soll die Bande aus Provinzen Perugias laut den Behörden jeden Monat geschmuggelt und verkauft haben.

Tatsächlich passiert es nicht das erste Mal, dass Wildschweine Schäden anrichten. In Rom gab es erst diesen Monat Proteste gegen die wilden Schweine, aufgrund mehrerer Verkehrsunfälle und Schäden, die sie auf Ackerländern verursachten.

Laut dem US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek erklärte Ettore Prandini, Präsident des italienischen Bauernverbandes Coldiretti: “Es geht nicht mehr nur um Entschädigung, sondern auch um persönliche Sicherheit, und sie muss gelöst werden”.

 

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Foto: pixaby