Quelle: Festival Forte – Facebook


 

Auf der ganzen Welt gibt es immer mehr Festivals. Seit 2014 besteht auch das Festival Forte, ein Event elektronischer Musik am Schloss Montemor in Portugal, das von großer Beliebtheit lebt. Die diesjährige Ausgabe machte allerdings weniger gute Schlagzeilen.

Vom 22. Bis zum 25. August fand das Festival Forte 2019 statt. In letzter Minute sagte allerdings eine Reihe der angekündigten Künstler ab. Der Grund: Die Organisatoren hatten die DJs nicht bezahlt. Somit musste das Techno-Publikum auf Courtesy, Psyk, Reeko, Sleeparchive (TR-101), Anthony Linell und Freddy K verzichten. Und auch Luke Slater hatte bereits vorher abgesagt. Man vermutet, dass auch hier finanzielle Gründe hinter stecken.

Freddy K. äußerte sich zu seiner Absage auf Instagram: „Nun … Ihr wisst, wie sehr ich es liebe, unter allen Bedingungen zu spielen, aber es gibt für alles eine Grenze. Ich bin gezwungen, meine Show heute Abend bei @festivalforte in Portugal wegen finanzieller Probleme abzusagen. Ich bin traurig und treffe diese Entscheidung, weil es nicht nur um Geld geht, sondern auch um Respekt …“

Auch Psyk berichtete von ähnlichen Problemen und schrieb, der „Veranstalter könne die Gebührenzahlungen nicht garantieren“. Courtesy gab hingegen an, dass die Organisatoren nicht in der Lage gewesen waren einen „zuverlässigen Transport“ zu organisieren. Hört sich nach einer Menge Chaos an.

Auch das Festival Forte hat sich zu diesem Thema zu Wort gemeldet. In einem sehr ausführlichen Statement auf Facebook schreiben sie:

„[…] Als wir anfingen, die Künstler zu buchen, kannten alle Agenturen die Situation des Festivals. Sie wussten, dass es letztes Jahr ein Crowdfunding gab, sie wussten auch, dass viele Künstler lange nach ihren Auftritten bezahlt wurden und sie stimmten dennoch zu, ihre Künstler dieses Jahr beim Festival Forte spielen zu lassen, niemand wurde dazu gezwungen und nichts wurde vor irgendjemandem versteckt. […] In einigen Fällen wurden wir nicht von den Agenturen gewarnt, dass einige Künstler absagen würden, sondern über soziale Medien, und sie hatten Fahrer, die auf den Flughäfen und den im Hotel vorbereiteten Zimmern auf sie warteten. Die Äußerungen der Künstler, die während des Festivals schlecht über das Festival sprachen, sorgten für Aufruhr und wirkten sich auf die Leute aus, die daran dachten, zum Festival zu gehen. […] Festival Forte ist ein nicht kommerzielles Festival, es ist keine Geldmaschine. Es ist kein Festival mit Sponsoren oder großen Investoren. Es ist ein Leidenschaftsprojekt und das macht es besonders. Wenn Leute sagen, dass viele anwesend waren, sollten sie vielleicht wissen, dass die Kapazität bei 5.000 ist und nur 2.000 – 2,5.000 Menschen tatsächlich Tickets kauften.[…]“

 

 

 

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