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Da ist es nun also endlich, das mit Spannung erwartete Debütalbum von Left Boy, bürgerlich Ferdinand Sarnitz. Left Boy ist ein sehr interessanter Charakter, denn der in Wien geborene Sohn des Künstlers André Heller lebt mittlerweile in Manhattan, war Mitorganisator der ersten Beatbox-Weltmeisterschaft und hat von seinem berühmten Vater anscheinend die Liebe zum allumfassenden Kunstverständnis geerbt, denn neben seinen Musik-Produktionen und seinen Raps ist er vor allem durch seine hervorragenden Musikvideos bekannt geworden. Scheiß Bandwurmsatz – egal. Neben den gefeierten Singles „Black Dress“ und „Get It Right“ featured das Debütalbum 12 weitere Impressionen aus Left Boys Leben. Neben dem wirklich bemerkenswerten Songwriting sind es seine messerscharfen Beats, die das Album sowohl für HipHop-Fans als auch für Elektronik-Liebhaber zu einem Highlight werden lassen. Das Album beschäftigt sich thematisch mit der unendlichen Party, die jedoch auch zum Alptraum werden kann, ist dabei sehr persönlich und sehr ehrlich. Und es überrascht hier und da, denn es bietet nicht nur ‚typischen‘ Left Boy-Sound sondern auch einen Lovesong, EDM-Momente und einige Momente zum Sinnieren. Dass er ein großartiger Storyteller ist, dürfte ja bekannt sein. 9/10 hanz e def.