Quelle: Kompass Klub - Facebook

Quelle: Kompass Klub – Facebook


 

Auch andere Länder sind von dem derzeitigen Clubsterben betroffen. So nun auch ein beliebter Techno-Club in Gent, Belgien. Grund dafür sind aber nicht auslaufende Mietverträge oder finanzielle Schwierigkeiten, sondern ein offensichtliches Problem mit Drogen.

Der Bürgermeister Gents, Mathias De Clercq, ordnete vor Kurzem die Schließung des beliebten Techno-Lokals Kompass Klub an. Seine Begründung waren „völlig unverhältnismäßige wiederholte Aktivitäten im Zusammenhang mit Drogen“. Die Schließung dauert vorerst nur bis Juli an, dennoch waren in dem Zeitraum viele Künstler gebucht und große Events geplant. Der Bürgermeister erhofft sich durch die Schließung eine Professionalisierung und Neuordnung der Organisation, sodass mit dem Thema Drogen zukünftig anders umgegangen wird. Eine vorzeitige Aufhebung der Schließung nach zwei Monaten kann nur der Betreiber selbst bewirken, indem er Initiativen und Lösungen vorschlägt, die den Bürgermeister positiv stimmen.

Ein Statement hat der Kompass Klub ebenfalls bereits veröffentlicht. Darin heißt es: „Wir bedauern die Entscheidung des Bürgermeisters sehr, da wir sowohl mit der Polizei als auch mit der Stadt Gent eine sehr gute Beziehung hatten. Nach unserer Auffassung ist diese Schlussfolgerung völlig unverhältnismäßig. Vor allem, weil wir im Dezember von Stadt und Polizei eine positive Bewertung erhalten haben, wie ihr auf dem Bild sehen könnt.“

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Und auch bekannte Techno-DJs, wie Amelie Lens, Farrago und Kobosil, die den Club kennen und lieben, setzen sich für die Rettung des Kompass Klub ein. Unter dem Hashtag „#savekompass“ veröffentlichen sie Bilder und sprechen sich gegen die Schließung aus. Unter anderem läuft eine Petition, die die bevorstehende Maßnahme verhindern soll. Mittlerweile haben diese über 13.000 Menschen unterschrieben. Wir drücken die Daumen.

 

 

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