
Die elektronische Musikszene trauert um Mickey Mann. Der schottische Toningenieur und Produzent, der unter anderem mit Aphex Twin, Orbital und Basement Jaxx zusammenarbeitete, ist im Alter von 64 Jahren gestorben.
Laut DJ Mag starb Mann am 9. Juni im Krankenhaus – nur eine Woche vor seinem 65. Geburtstag. Zuvor hatte er am 3. Juni einen Herzinfarkt erlitten. Eine über GoFundMe gestartete Spendenkampagne hatte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits 95 Prozent ihres Ziels von rund 115.000 Euro erreicht.
Mickey Mann wurde im Juni 1960 im schottischen Aberdeen geboren. 1985 schloss er sich der Band The Shamen auf Tour an, nachdem er deren Mitglieder Colin Angus und Will Sinnott im Royal Cornhill Hospital kennengelernt hatte, wo alle drei arbeiteten.
Im weiteren Verlauf übernahm Mann das Management von The Shamen. Nach Angaben seiner Schwester Jane Mann buchte er damals auch Orbital als Vorband und war damit an einem frühen Kapitel der Karriere des Duos beteiligt.
Später machte sich Mann vor allem als Toningenieur einen Namen. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit zahlreichen bekannten Künstlern der elektronischen Musik und darüber hinaus zusammen, darunter Orbital, Basement Jaxx, Aphex Twin, Moby, Rachid Taha, System 7, Megadog, Drum Club, Meat Beat Manifesto, Ultramarine und Curve.
Neben seiner Arbeit hinter den Kulissen war Mann auch selbst musikalisch aktiv. Er war Frontmann der 1993 gegründeten Dark-Electronic-Band Pressure of Speech. Mit seinem Wirken als Manager, Produzent und Toningenieur prägte Mickey Mann über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Projekte der elektronischen Musik.
„Mickey war ein legendärer Tontechniker“ schreiben Orbital auf Instagram. „Wir sammeln Spenden, um Mickey den Abschied zu bereiten, den er verdient.“ Die Spendenaktion wurde ins Leben gerufen, um ihm einen würdevollen Abschied zu ermöglichen und die Kosten für die Überführung seiner Familie nach London, seinem Wohnort, zu decken.
„Die Zusammenarbeit mit Micky und Orbital zwischen 2001 und 2004 war für mich eine großartige Zeit, und ich werde den Auftritt im Roseland in New York nach den Anschlägen auf die Twin Towers nie vergessen“, schreibt ein Instagram-Nutzer.
Ein weiterer Nutzer würdigte Mann in den Kommentarspalten als „großartigen Kerl“: „Er war fantastisch in dem, was er tat – immer ein breites Lächeln, eine wunderbare Naturgewalt. Er wird schmerzlich vermisst werden. Rest in Power.“
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Quelle: DJ Mag
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