Made By Pete: Debütalbum will mehr sein als Club

Made By Pete veröffentlicht mit „Rosebank“ sein Debütalbum und schlägt dabei bewusst einen anderen Weg ein als bei seinen bisherigen Clubtracks.

Das über fünf Jahre entstandene Werk erscheint in Eigenregie auf seinem Label Life In Colour und wurde mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne finanziert. Benannt ist das Album nach der Straße, in der der Londoner Produzent lebt und es in seinem Heimstudio aufgenommen hat. Bekannt wurde Made By Pete vor allem durch cluborientierte Produktionen wie „Horizon Red“, „Fires“ und „In My Head“. Auf „Rosebank“ stehen dagegen persönlichere und ruhigere Stücke im Mittelpunkt, die sich stilistisch zwischen Trip-Hop, Indie Dance, Acid House und Downtempo bewegen.

„Im Kontext meiner Karriere als DJ und Produzent muss eine Single in ein bestimmtes Raster passen: ein clubtauglicher, auf den Dancefloor fokussierter Track, den ich während meiner Touren spielen kann. In den vergangenen fünf Jahren gab es jedoch immer wieder Ideen, die ich geliebt habe, die aber nicht in dieses Konzept passten.“

Er erklärt weiter: „Anstatt sie in eine Richtung zu zwingen, für die sie nie gedacht waren, habe ich beschlossen, der Musik ihren freien Lauf zu lassen und sie sich ungefiltert entwickeln zu lassen. Am Ende entstand ein Werk, das all meine musikalischen Einflüsse und Vorlieben widerspiegelt und sich trotzdem eindeutig nach mir anhört.“

Nachdem mehrere Wunschlabels abgesagt hatten, entschied sich Made By Pete für eine Eigenveröffentlichung. Eine Kickstarter-Kampagne aus dem November 2025 brachte mehr als 10.000 US-Dollar für Vinylproduktion, Merchandise, PR und Social-Media-Maßnahmen ein.

Zu den Gästen des Albums gehören Chelsea Hines, Zoe Kypri, Blindsmyth und Kyozo. Die Single „Loved You Most“ mit Chelsea Hines entstand, nachdem Made By Pete die Sängerin über den Spotify-Algorithmus entdeckt hatte. „Was ich wenige Tage später zurückbekam, hat mir eine Gänsehaut beschert. Ihre Stimme und ihre Art zu singen passten perfekt zu dem Track.“

Auch die Zusammenarbeit mit Zoe Kypri sollte bewusst keine Fortsetzung früherer Erfolge werden. „Ich war noch nie gut darin, mich selbst zu wiederholen. Nach ‚Horizon Red‘ habe ich das eine Zeit lang versucht – und es hat mich unglücklich gemacht. Das Studio verwandelte sich von meiner Kirche in mein Gefängnis und ich musste komplett neu anfangen.“

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