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Match Hoffman, der Robin Schulz des Melbourne Bounce, hat in Berlin und Umgebung seinen Siegeszug mit seinem ganz eigenen Stil, der eine ganz Mischung aus EDM, aber ohne Proletengedudel, dafür ein wenig als Minimal- und Hands-Up-Stil definierbar ist. Minimal mit harten Bässen, etwas ravig, eine böse Stimme, die das Vocal zelebriert, kommt pünktlich zum Break daher und macht das ganze weniger ravig und absolut nicht prollig. Man kann zwar aus Produzentensicht der Meinung sein, Helene Fischer könne man stattdessen auch produzieren, das ist aber an dieser Stelle vollkommen egal, denn dieser Sound funktioniert einfach. Wer Kunst produzieren möchte, der soll meinetwegen zur Dokumenta gehen. Allerdings hat Match Hoffmann es mittlerweile geschafft, eine eigene Fanbase aufzubauen namens Basskickers, die sogar ihren eigenen Tanzstil „shufflen“ entwickelt haben. Die erkennt man an ihren „Fuck you Guetta – This is Berlin“ – Shirts. Damit hätten wir auch ein wenig HipHop-Bezug, denn dissen ist erlaubt. BigRoomSound, der eine eigene Nische gefunden zu haben scheint, ob man nun auf diese Musik oder die künstlerische Komponente steht oder nicht. Ich nenne es Funktionstechno. Mit Fuck tha Shortriver hat Match mich zum ersten Mal auch von seiner ganz eigenen Interpretation seines Sounds überzeugt. 10/10, Manuel Lauro AKA technoanwalt.