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Scheinbar haben die Europäer während der Corona-Krise ihre Konsumgepflogenheiten verändert. Viele sind von illegalen Rauschmitteln auf Alkohol und andere gefährliche Substanzen umgestiegen.

Zwar ist die Produktion der Drogen offensichtlich gleich geblieben, weshalb die Dealer wohl auf großen Mengen sitzen und teilweise ihren Stoff nicht losbekommen. Das berichtete die Drogenbeobachtungsstelle mit Sitz im portugiesischen Lissabon. Ja, das sind die, die auch immer das Abwasser untersuchen.

Aufgrund der Ausgangssperren hat sich der Handel wohl stärker auf das Internet verlagert und viele Dealer bieten einen Lieferservice. Ist zum Beispiel in Berlin ja auch nichts neues. Der Konsum von Feierdrogen wie Koks und Ecstasy ist zurückgegangen. Verständlich, weil es momentan eben kein richtiges Nachtleben gibt. Und wenn nachts nicht gefeiert wird, braucht man eben auch keine Aufputschmittel. Der Straßenverkauf gestaltet sich auch schwierig, weil stärker kontrolliert wird.

Bei Gras sieht das ein bisschen anders aus. Gelegenheitsraucher haben ihren Konsum zurückgeschraubt, während Dauerkiffer noch mehr rauchen, als sie es sowieso schon tun. Was will man auch den lieben langen Tag tun?! Viele Cannabis-Nutzer sind offensichtlich auf Alkohol umgestiegen. Warum, kann ich mir auch nicht so wirklich erklären.

Auch GHB scheint beliebter zu werden. Gründe dafür sind Langeweile im Lockdown oder Angstzustände. Dies wurde durch eine Umfrage herausgefunden. In vielen Ländern wurde auch eine Zunahme des privaten Anbaus von Cannabis registriert worden.

Die EU-Drogenbeobachtungsstelle will die Entwicklung genau beobachten, liefert aber nur Daten und Statistiken. Für die Prävention und die Bekämpfung sind weiterhin die einzelnen EU-Staaten zuständig.

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