Silvester ist normalerweise DAS Datum Nummer Eins im Kalender eines jeden Ravers. Doch in diesem Jahr herrschen andere Vorzeichen: Raves und Partys im Allgemeinen stehen wegen der Corona-Pandemie auf der Tabu-Liste. Doch nicht für alle ist das zwingendermaßen ein Hindernis: Die britische Night Time Industries Association (NTIA) rechnet allein im Vereinigten Königreich mit über 5.000 illegalen Raves am Silvester/Neujahrs-Wochenende.

NTIA-CEO Michael Kill warnt, dass es zur Jahreswende zu sozialen Unruhen kommen könnte und dass die Anzahl illegaler Parties signifikant in die Höhe schießen könnte, was zudem die Polizei und Rettungsdienste zusätzlichen belasten würde. Im gleichen Atemzug fordert er deshalb die Regierung zum Handeln auf: „Die Regierung muss diese Situation irgendwie in den Griff bekommen, denn viele Menschen werden das Ende des Jahres 2020 auf ihre eigene Art und Weise feiern wollen, ohne die Regeln zu beachten. Dieses Thema kann von der Politik nicht ignoriert werden“, so Kill.

Als kontraproduktiv könne sich außerdem die Sperrstunden-Regelung auswirken: Geschäfte und Kneipen müssen am 31. Dezember um 23 Uhr schließen. Rund eine Stunde vor dem Jahreswechsel würden dementsprechend zahlreiche Menschen auf die Straßen strömen.

Und auch Sacha Lord, Night Time Economy Adviser für den Großraum Manchester, betrachtet die Sperrstunden-Regelung als kritisch: Sie würde dazu dienen, Hauspartys und Versammlungen im Freien zu fördern. „Ich fordere alle, die derartige Events veranstalten wollen oder an ihnen teilnehmen möchten, dazu auf, an potentiell durch Covid-19 gefährderte Menschen in ihrer Umgebung zu denken und ihre Gesundheit und Sicherheit an erste Stelle zu sitzen“, appelliert Lord an die Menschen.

Ob die Leute wohl auf Sacha Lord hören werden?

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Quelle: Mixmag