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Mehr Drogentote durch Legal Highs

Das Bundesland Baden-Württemberg meldet erschreckende Zahlen in Bezug auf Drogentote. Besonders besorgniserregend ist der Konsum der sich so harmlos anhörenden Legal Highs.

Im vergangenen Jahr starben allein in Baden-Württemberg 170 Menschen an den Folgen von Drogenkonsum. Das sind knapp 20 Prozent mehr als im Jahr 2015. Von den 170 Menschen, die an den Folgen von Drogenkonsum starben, waren bei 14 Menschen Legal Highs verantwortlich.

Die vermeintlich ungefährliche Alternative zu illegalen Substanzen wird häufig unterschätzt. Legal Highs werden oft als Badesalze, Kräutermischungen oder Ähnliches angeboten. Staatssekretär Martin Jäger betont, dass der starke Anstieg an Todesfällen durch Legal Highs zeigt wie gefährlich diese Substanzen sind. Daher begrüßt der Staatssekretär das im November in Kraft getretene Gesetz, das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG). Dieses Gesetz verbietet ganze Stoffgruppen, die eine Vielzahl von Einzelstoffen einschließen. Das dient der Strafverfolgungsbehörde enorm bei der Bekämpfung von Drogenkriminalität.

Auch wenn Heroin unangefochten auf Platz eins bei der Ursache Tod durch Drogen steht, ist der Anstieg der Verstorbenen durch Legal Highs nicht außer Acht zu lassen. Laut den Angaben, die das Innenministerium veröffentlichte, sind unter den 170 Verstorbenen  „nur“ 25 Frauen. Minderjährige gab es zumindest in Baden-Württemberg nicht unter den Drogentoten.

Die Drogenbeauftragte der Stadt Karlsruhe, Cordula Sailer, zeigt sich wenig überrascht dennoch besorgt: „Ich finde es sehr traurig, aber es war zu befürchten. (…) verschiedene Substanzen, legal wie illegal, wild durcheinander konsumieren. Damit steigt das Risiko einer Überdosierung immens.“

Quelle: SWR Aktuell

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