
Der US-Konzern Meta Platforms hat den Instagram-Account des Berliner KitKatClub entfernt.
Eine Stimme aus dem Umfeld bestätigt, dass die Betreiber selbst nicht für das Verschwinden der Seite mit einer sechsstelligen Follower-Zahl verantwortlich sind, berichtet Groove. Bereits zuvor war der Account des sexpositiven Clubs Insomnia gelöscht worden.
Auch dort verschwand die Seite mit rund 25.000 Followern über Nacht, ohne Vorwarnung oder Begründung seitens des Unternehmens. Die aktuellen Fälle werden als Teil einer größeren Entwicklung gesehen.
Beobachter berichten, dass auch andere Berliner Kollektive wie „Gegen“ sowie internationale Gruppen von ähnlichen Maßnahmen betroffen sind. Kritik entzündet sich vor allem an der Rolle von Instagram für die Clubkultur.
Plattformen dienen nicht nur der Promotion, sondern auch dem Aufbau und Erhalt von Communities. Entsprechend hart treffen die Löschungen die Szene. Eine offizielle Stellungnahme von Meta zu den Fällen liegt bislang nicht vor.
Nutzer und Medien sprechen von „digitaler Zensur“, die ohne Anhörung oder Einspruchsmöglichkeiten umgesetzt werde. Als möglicher Hintergrund gelten Richtlinien gegen vermeintlich sexualisierte Inhalte, die auch bei nicht expliziten Beiträgen greifen können.
Ob diese Regelungen konkret zu den Löschungen führten, ist jedoch nicht bestätigt. Parallel dazu wird auch auf eine politische Entwicklung verwiesen. Mark Zuckerberg soll sich nach Donald Trumps zweitem Einzug ins Weiße Haus von freiheitlichen und diversitätsfreundlichen Werten distanziert haben. Auch hier ist ein direkter Zusammenhang zu den aktuellen Fällen ist bislang unklar.
„Unser Account wurde letztes Jahr auch gelöscht bei 18k Follower. Seitdem merken wir einen deutlichen Unterschied“, schreiben NURBÖSE in den Kommentarspalten der Journalistin Cristina Plett. „Gerade für kinky Events ist es super schwierig eine gute Plattform zu finden.“
Ein kreativer Vorschlag kommt von einer Userin: „Onlyfans wäre eine sehr gute Option dafür. Ohne Witz… immer mehr Artisten und Designer, die krasse Ideen haben, tauchen auf diese Plattform auf.“
Wir beobachten die Situation um den KitKatClub und halten euch auf dem Laufenden.
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Quelle: Groove
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