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Ihr kennt das Spiel. Ihr findet einen Track grandios, möchtet diesem aber eure eigene Note verleihen und erstellt einen ‘Edit’ oder euren eigenen Remix. Oftmals erstellt ihr ihn nur für euch privat, manchmal spielt ihr ihn in euren eigenen Sets und manchmal veröffentlicht ihr ihn auch auf Seiten wie Youtube oder Soundcloud. Dass es so auch zum ganz großen Wurf kommen kann, haben u.a. Wankelmut und Robin Schulz bewiesen. Die meisten Edits und Fan-Remixes verschwinden aber in der Bedeutungslosigkeit des Netzes. Viele zu Recht, aber einige auch zu Unrecht.

Matthew Adell, der ehemalige CEO von Beatport, und Michael Muchin, der ehemalige CTO von Boomrat, haben nun eine Möglichkeit ins Leben gerufen, mit der Fan-Remixes monetarisiert werden können.

Zu diesem Zweck lancierten sie Metapop. Metapop ist eine Plattform, die das weltweite Netz nach Daten und Streams durchsucht. Dabei werden die zu findenden Mixes auf Plattformen wie YouTube, Soundcloud oder Beatport zusammengezählt und die Daten werden dem Rechteinhaber übermittelt. Metapop ist sowohl für Rechteinhaber als auch für Remixer kostenlos, so dass auch der remixende Künstler – in diesem Fall ihr – sehen kann, wie viel Geld ihr damit angehäuft habt. In der Vergangenheit kam es des Öfteren vor, dass der Original Act – also der Rechteinhaber – bei Gefallen den inoffiziellen Remix lizensiert hat und den Remixer somit entlohnt hat. Metapop kann für eine Transparenz sorgen und die Argumentation auf Seiten des Remixers stärken. Ob und in wie weit sich das Model durchsetzen wird, bleibt aber abzuwarten.

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