METOODJS reicht Strafanzeige gegen Shlømo ein

Im Fall Shlømo gibt es eine neue juristische Entwicklung. Die Initiative METOODJS hat öffentlich gemacht, dass am 5. Juni 2026 beim Pariser Gericht Strafanzeige gegen Shaun Baron-Carvais, besser bekannt als Shlømo, eingereicht wurde.

Die Vorwürfe wiegen schwer, sind bislang jedoch nicht gerichtlich bewiesen. Laut dem veröffentlichten Statement umfasst die Anzeige Vorwürfe wegen mutmaßlicher Vergewaltigung, psychischer Gewalt und Todesdrohungen.

Eingereicht wurde die Beschwerde demnach über die Pariser Anwältin Inès Davau. Ziel sei es, die geschilderten Vorfälle durch die zuständigen Behörden prüfen zu lassen und den weiteren Verlauf in einen rechtlichen Rahmen zu überführen.

METOODJS erklärte, die Beschwerdeführerin wolle mit diesem Schritt erreichen, dass ihre Stimme gehört werde. Gleichzeitig solle nun die Justiz die Möglichkeit erhalten, die Vorwürfe zu untersuchen.

Mit der Einreichung der Strafanzeige beginnt beziehungsweise erweitert sich damit ein möglicher rechtlicher Prüfungsprozess. Wichtig ist dabei, dass die erhobenen Vorwürfe bislang nicht juristisch bestätigt wurden.

Eine Strafanzeige stellt zunächst keine gerichtliche Feststellung von Schuld dar. Für Shlømo gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Die Initiative nutzte ihr Statement zudem, um ihre Unterstützung für Betroffene sexistischer und sexualisierter Gewalt in der Musikindustrie zu bekräftigen.

METOODJS verweist darauf, wie wichtig es sei, mutmaßliche Vorfälle melden, Aussagen machen und Anzeigen erstatten zu können, ohne Druck, Einschüchterung oder Vergeltungsmaßnahmen befürchten zu müssen.

Darüber hinaus kündigte die Organisation an, Betroffene weiterhin bei der Vermittlung an juristische Fachleute, psychologische Hilfsangebote und spezialisierte Organisationen unterstützen zu wollen.

Die Initiative sieht darin einen wichtigen Bestandteil ihrer Arbeit innerhalb der Musikbranche. Der aktuelle Vorgang reiht sich in eine breitere Diskussion ein, die die Hard-Techno-Szene seit Monaten beschäftigt.

Verschiedene Vorwürfe gegen Künstler aus dem Umfeld der Szene haben zuletzt Debatten über Machtstrukturen, Verantwortung, Schutzräume und den Umgang mit Anschuldigungen innerhalb der elektronischen Musik ausgelöst.

 

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Quelle: DJ Mag

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