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Da der Kampf gegen die Drogenkartelle in Mexiko wenig Erfolge aufzeigt, plant die Regierung von Mexiko unter Andrés Manuel López Obrador die Drogenpolitik komplett zu ändern. Die zukünftige Innenministerin Olga Sánchez Cordero, die zwei Jahre lang Richterin am Obersten Gerichtshof war, kündigte an, eine Entkriminalisierung von Rauschmitteln erreichen zu wollen.

Seit Jahren steht die Diskussion, um Legalisierung oder Entkriminalisierung im Raum. Zunächst gehe es dabei um Marihuana, aber in Zukunft könne das auch Mohn zur Herstellung von Heroin betreffen. Der Anbau soll „zu medizinischen Zwecken“ freigegeben werden, aber nur unter strengen Auflagen.

Da die bisherigen Anti-Drogen-Strategien „zu strikt“ sein, soll der Vorschlag auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität abzielen. Es werden zwar viele bestraft, aber nur drei bis acht Prozent der Drogen werden konfisziert. Die Kartelle verdienen viele Millarden mit dem lukrativen Geschäft und hinterlassen eine Unzahl an Toten.

Bereits 2006 hat der damalige Präsident den Krieg gegen die Kartelle ausgerufen, um die Gewalt der Drogenbosse zu brechen. Leider ist jedoch das Gegenteil eingetreten. Im vergangenen Jahr wurde ein tragischer Höchststand von mehr als 29.000 Morden erreicht, rund 35.000 Personen sind verschwunden.

Viele sind sich einig, dass die restriktive Drogenpolitik fehlgeschlagen ist. Man müsse sich mehr auf die Bedürfnisse der Gesellschaft konzentrieren. Mittlerweile ist Marihuana in vielen Ländern und auch vielen Staaten der USA legalisiert worden und haben auch zum wirtschaftlichen Wachstum beigetragen. Vielleicht könne man sogar mit dem Anbau von Mohn eine pharmazeutische Industrie entstehen lassen und Medizinprodukte in die ganze Welt exportieren. Viva la Mexico.

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