miyagi



Mit seiner persönlichen Mixtur aus Deep House, Tech-House und Techno verschaffte sich der Hamburger Robert Wagenknecht alias Miyagi in den letzten Jahren eine kredible und nicht gerade kleine Hörerschaft. Er veröffentlichte auf Labels wie SOSO, Katermukke, Einmusika und Rennbahn Records und changierte dabei zwischen treibenden und hypnotischen, melodischen Soundsparten. Remixe kamen bislang von Akteuren wie Dirty Doering, Einmusik, Kiki, Fairmont, Sasse, Sascha Braemer oder Oliver Schories. 2014 erschien sein Debütalbum „Forever“. Mit Lost Diaries geht nun sein eigenes Label an den Start.

Das Imprint soll eine Sammlung verschiedener musikalischer Geschichten werden. „Geschichten der Nacht, die Platz für Interpretationen lassen. Man könnte dem Label einen Hang zur Melancholie nachsagen. Im selben Moment kann dich aber auch ein Moment der Glückseligkeit treffen. Es bleibt letztendlich dem Hörer überlassen, in welche Richtung er sich treiben lassen möchte. Nach der ersten Veröffentlichung auf Lost Diaries im Dezember folgt Anfang Februar ein Release der dänischen Produzenten Leman & Dieckmann. Als Remixer konnten wir Jay Haze gewinnen, von dem wir schon lange Fans sind. Im April erscheint dann eine EP der in Boston lebenden Künstler Beartrax & After Touch. On top gibt es noch einen schönen Remix vom Kölner David Hasert. Die vierte Katalognummer kommt dann wieder von mir.“ Somit stehen bereits die ersten federführenden Einträge in den Tagebüchern. Blickt Miyagi auf seine persönliche Vergangenheit zurück, fallen ihm einige besondere Momente ein. „Wenn es um meine musikalische Vergangenheit geht, dann würde ich zuerst ein paar unvergessliche Gigs in meine Tagebücher eintragen. Dass ich mal in Seoul, New York, Paris, London oder San Francisco spielen würde, hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht gedacht. Vor allem aber würde der erste Auftritt auf dem Burning Man einen ganz besonderen Eintrag bekommen. Die Energie an diesem Morgen in der Black-Rock-Wüste war unbeschreiblich. Aber auch das Release meines ersten Albums oder der erste Track auf Katermukke waren sehr schöne Momente.“

2015 war für den Hanseaten – dessen Künstlername seinen Ursprung im 1984 veröffentlichten Film „Karate Kid“ mit Ralph Macchio aka Daniel LaRusso und Pat Morita alias Mr. Miyagi hat – ein, wie er sagt, super Jahr. Er veröffentlichte auf namhaften Brands und brachte Lost Diaries an den Start. Im Januar geht es für ihn u. a. nach Beirut und Thailand. „Im März folgt dann wieder eine Nordamerika-Tour. Releases und Remixe sind u. a. auf Oliver Schories’ Label SOSO, auf Dantze, dem Londoner Label Chapter 24 und nun natürlich auch auf meinem eigenen Label geplant.“ Neben seinen Aktivitäten als Künstler ist er als Booker für das Docks in Hamburg tätig. Die Kombination empfindet er selbst als ideal. „Ich kann mich bei der Arbeit in beide Seiten hineinversetzen, was am Ende für alle Beteiligten von Vorteil ist. Das Docks bietet mir da auch eine tolle Plattform. Der Club und das Team sind super und ich muss auch ehrlich sagen, dass ich hier einige der besten Partys gefeiert habe.“ / Rafael Da Cruz

 

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