modeselektor
Ende der Durststrecke, nach über sieben Jahren ein starkes Album-Comeback des Berliner Duos, das in den letzten Jahren vor allem zusammen mit Apparat als Moderat rund um den Globus tourte. Schon die Vorab-Single „Wealth“ fest. Flohio machte richtig Bock, mit dem fetten Bass, dem formidablen Sprechgesang und den sägenden Tech-Elementen. Und auf dem Album geht es mitunter sehr hoch her, in alle Richtungen, zusammengehalten mit dem speziellen Berliner Kit, einer Mischung aus Kreativität, Wumms und Charme. Denn das können Szary und Bronsert sehr gut. Ihre Tracks in alle Himmelsrichtungen schicken und dabei geschickt auf der Technoveranda hocken bleiben. Sie laden mit „Who“ (feat. Tommy Cash) zur schnodderigen Abfahrt ein, geben sich mit dem „WMF Love Song“ sehr elegant, oldschoolig, housigoder lassen mit „Fentanyl“ das Gebälk so richtig knarzen und brummen. Hach ja, fein, acht Tracks, die viel Spaß machen. 9/10 Grobi Neumann