MOMEM lässt das OMEN wiederauferstehen und bittet um Support

MOMEM lässt das OMEN wiederauferstehen und bittet um Support

Wer erinnert sich noch? Das OMEN gilt bis heute als einer der wichtigsten Clubs der deutschen Technogeschichte. Von 1988 bis 1998 stand es in Frankfurt für wilde Nächte und bahnbrechende Sets.

Nun soll die legendäre Ära zurückkehren: Im Oktober 2025 eröffnet im MOMEM Frankfurt die Multimedia-Ausstellung „OMEN – Wild und wundervoll“, die für drei Wochen über 100 Fotos, Filme, Flyer und Original-Objekte zeigt.

Die Ausstellung lässt die Zeit des OMEN wieder lebendig werden. Neben visuellen Erinnerungen berichten Interviews mit DJs, Mitarbeitenden und Wegbegleitern von der Bedeutung des Clubs. Ergänzt wird das Konzept durch sämtliche Flyer, Kommunikationsgrafik und besondere Objekte, die den Geist dieser Dekade spiegeln.

Damit dieses Projekt realisiert werden kann, ruft das MOMEM nun zu Unterstützung auf. „Damit das möglich wird, brauchen wir euch: Die Finanzierung wird für Recherche, Interviews, Textredaktion, Grafik sowie Auf- und Abbau benötigt“, heißt es im offiziellen Statement.

Zwar stellt die Stadt Frankfurt die Räume an der Hauptwache kostenfrei zur Verfügung, doch Betrieb und Programm müssen über Eintrittsgelder, Sponsorings und Spenden finanziert werden. Ein Crowdfunding wurde dazu gestartet, helfen könnt ihr HIER.

Das OMEN war weit mehr als nur ein Club. Gegründet von Sven Väth, Michael Münzing und Matthias Martinsohn im Erdgeschoss eines Parkhauses in der Junghofstraße, entwickelte sich aus dem Umbau des Vorgängerclubs Vogue ein Epizentrum für Techno.

Über zehn Jahre hinweg prägte das OMEN nicht nur Frankfurt, sondern die gesamte Szene. Hier fanden DJs wie Carl Cox, Chris Liebing und Gayle San ein Zuhause, während Sven Väth selbst Sets von über 15 Stunden spielte.

Der Mythos OMEN endete im Oktober 1998 nach drei großen Closing-Partys, als der Mietvertrag auslief und das Gebäude abgerissen wurde. Die letzte Nacht ging bis Montagmorgen, hunderte Fans tanzten noch auf der abgesperrten Straße. Damit schloss ein prägendes Kapitel deutscher Clubkultur, dessen Nachhall bis heute spürbar ist.

Dass die Tradition des OMEN im MOMEM weiterlebt, ist kein Zufall. Das Museum of Modern Electronic Music hat sich seit seiner Gründung der Geschichte elektronischer Musik verschrieben und greift immer wieder auf die Frankfurter Techno-Szene als zentrales Thema zurück.

Mit der geplanten Ausstellung soll nun das Erbe des OMEN neu aufleben – wenn genügend Unterstützung zusammenkommt.

 

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