
Bald ist es wieder so weit: Das Morgenland Festival Osnabrück kehrt zurück und verspricht seine bislang wohl relevanteste Ausgabe. Neben musikalischen Acts finden auf dem Festival zahlreiche Lesungen und Ausstellungen rund um Themen wie künstlerischen Protest, Widerstand, die Geschichtsschreibung der iranischen Diaspora sowie weitere Perspektiven auf Migration und iranische Kultur statt.
Das Morgenland Festival Osnabrück zählt zu den bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Musik und Kultur aus dem Nahen und Mittleren Osten. Seit seiner Gründung bringt das Festival internationale Künstler:innen nach Osnabrück und schafft einen musikalischen Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen, Traditionen und modernen Klangwelten. Mit Konzerten, besonderen Kollaborationen und innovativen Projekten steht das Morgenland Festival für Offenheit, Vielfalt und kulturellen Dialog über Ländergrenzen hinweg.
Diesen kulturellen Austausch greift das Festival auch in diesem Jahr wieder auf. So präsentiert das Programm eine vielseitige Mischung aus zeitgenössischer Musik, Jazz, Ambient und elektronischen Klangexperimenten. Unter dem Motto „Stimmen der Diaspora“ treffen internationale Acts aufeinander, deren Musik von Migration, kultureller Identität und modernen Soundästhetiken geprägt ist. Künstler:innen wie Yazz Ahmed, Abdullah Miniawy oder AMMAR 808 verbinden traditionelle Einflüsse mit experimentellen und elektronischen Elementen.
Auch im künstlerischen Bereich setzt das Festival deutliche Akzente. Unter dem Motto „Widerstand – Von feinen Rissen und tiefen Erschütterungen“ findet im Kunstraum hase29 eine Ausstellung statt, die den Widerstand gegen politische Repressionen thematisiert. Arbeiten von Künstler:innen wie Homa Emami, Parastou Forouhar, Nazanin Noori und Anahita Razmi sind dort ab dem 8. Mai zu sehen. Mit ihrem Werk „Dinosaurierkind“ beleuchtet Maryam Aras zudem die politische Geschichte ihres Vaters und thematisiert zugleich die iranische Diaspora. Auch die Lesung findet im Kunstraum hase29 statt.
So entsteht ein Programm, das bewusst Brücken zwischen Konzertkultur, Clubsound und experimentellen Klangwelten schlägt und Osnabrück für mehrere Tage zu einem Treffpunkt innovativer Musik und Kunst macht. Gleichzeitig verdeutlicht das Festival, dass Kunst und Musik selbst in Zeiten politischer Spannungen Menschen miteinander verbinden können.
Tickets sowie weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Website.
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