Viele von euch sind dem Aufruf des Stil-vor-Talent-Künstlers Niko Schwind zur Moskovskaya Producer Challenge gefolgt – ausgewählt wurde der Track „Longing For The Unknown“ von SUZé. Herzlichen Glückwunsch! Hier lest ihr mehr über die aus Hamburg stammende DJane und Produzentin.


SUZé, seit wann beschäftigst du dich mit elektronischer Musik?

Ich habe als Kind immer schon viel Musik gemacht, war zu Schulzeiten Teil einer kleinen Band und habe elektronische Orgel und Keyboard gespielt. Elektronische Musik höre ich seit meiner Jugend und sie ist seitdem mein stetiger Begleiter. Ich war regelmäßig in Clubs oder auf Festivals unterwegs und entwickelte schnell eine Vorliebe für bestimmte DJs und deren Art zu mixen.

Ich selbst habe mit dem Auflegen vor mehr als 10 Jahren angefangen. Damals studierte ich in Südfrankreich und hatte das große Glück, dort den Inhaber eines Plattenladens kennenzulernen und von ihm die Basics, aber auch Kniffe rund um das Auflegen mit Vinyl zu erlernen. Einige Zeit später bin ich dann auf ein digitales DJ-Set umgestiegen und habe das Auflegen immer weiter ausgebaut. Seit ca. zwei Jahren befasse ich mich auch mit dem Produzieren und konnte bereits erste Tracks veröffentlichen.

Und woher stammt dein Wissen über Musikproduktion? 

Einen ersten Einstieg in die Musikproduktion verschaffte mir klassischerweise ein Ableton-Live-Kurs an einer Musikakademie in Hamburg. Außerdem habe ich zahlreiche Online-Tutorials angeschaut, um die Basics zu erlernen. Am meisten hilft mir aber tatsächlich der direkte Austausch mit anderen Artists. Ich lerne außerdem sehr viel bei der Co-Produktion, indem ich erfahreneren Produzenten über die Schulter schaue.

Erzähl uns mehr über dein Studio.

Ich selbst besitze aktuell noch kein eigenes Studio und arbeite zu Hause vorwiegend an meinem MacBook. Ich erarbeite Ideen und ein erstes Grundgerüst zu den Tracks, die wir dann im Studio eines Freundes ausproduzieren. Dort nutzen wir Studio One 6 (PreSonus), einen Arturia MiniLab und verschiedene VST-Plug-ins wie Minimoog, Hive2, Matrix oder Massive.

Was macht deinen eingesendeten Track „Longing For The Unknown“ aus – worauf hast du hier besonderen Wert gelegt?

Ich arbeite schon seit einiger Zeit daran mir ein individuelles Soundprofil zu kreieren. Für mich ist es besonders wichtig, dass meine Tracks Tiefgang haben, sinnlich und dreamy klingen, aber gleichermaßen treibend sind und nach vorn gehen. Der Track „Longing For The Unknown“ soll eine gewisse Sehnsucht widerspiegeln. Die Wahl der passenden sphärischen Pads, wechselnde Melodieläufe und vor allem das Layern von Synthie-Sounds stand im Vordergrund. Ziel war es, dem Track ein Maximum an Volumen zu verleihen und ihm einen treibenden Groove mitzugeben.

Zu welcher Uhrzeit zündet diese Nummer im Club am besten?

Aus meiner Sicht ist der Track perfekt, um die Primetime einzuläuten und die Crowd auf eine emotionale Reise zu schicken. Der Track kommt aber auch sicherlich super gut tagsüber auf einem Festival.

Du bist bereits als DJ aktiv. Wo können wir dich hören?

Als SUZé lege ich in Hamburg regelmäßig in verschiedenen Clubs auf, unter anderem im Übel und Gefährlich, BAALSAAL, Waagenbau oder Docks. Im letzten Jahr habe ich zudem bei den Festivals Ikarus und Feel mein Debüt gegeben. Für mich war die Atmosphäre dort echt besonders und unvergleichlich. Ich würde mich somit enorm freuen, in diesem Sommer noch auf ein paar weiteren Festivalbühnen zu spielen. All meine Gigs poste ich natürlich regelmäßig auf meinen Kanälen wie Facebook oder Soundcloud.

Wer inspiriert dich momentan am meisten?

Aktuell sind das die beiden Labels Lost on You – insbesondere wegen des Charity-Gedankens – und Stil vor Talent. Daher freue ich mich auch umso mehr, dass Niko Schwind mein Produzenten-Pate ist. Zudem begeistert mich als Artist Anfisa Letyago. Musikalisch gesehen gehen wir zwar in komplett unterschiedliche Richtungen, aber ihre positive Energie und Bühnenpräsenz catchen mich total.

Welches Ziel verfolgst du mit deinen Produktionen? Wohin soll die Reise gehen?

Ich möchte weiterhin an meinem ganz persönlichen „SUZé-Sound“ feilen und idealerweise namhafte Labels und damit ein größeres Publikum erreichen. Es geht mir bei meiner musikalischen Arbeit in aller erster Linie darum Emotionen zu transportieren und Menschen mit meinem Sound nachhaltig zu begeistern. Wenn ich bei meinen Gigs dann auch noch besondere Höhepunkt- und Glücksmomente mit dem Publikum teilen kann, dann ist es perfekt.

 

Moskovskaya Producer Challenge im Februar:
Dominik Eulberg möchte eure Tracks

Die bisherigen Gewinner:
Moskovskaya Producer Challenge – der erste Gewinner: Martha C
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #2: Felix Harrer
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #3: Thomas Beyer

Foto: Anna Lilly Collide Photography