Der Portugiese Luis Clara Gomez ist Multiinstrumentalist und singt auch gerne mal selbst. Ob er sich wegen seiner Vielseitigkeit oder wegen seiner Stärken als Re-Mixer nach der bekannten Küchenmaschinenmarke benannt hat, ist leider nicht bekannt. Fest steht nur, dass er (auch) schon seit Jahren qualitativ hochwertige Produkte abliefert, meist beim Münchner Stamm-Label Gomma. Auf Albumlänge hatten wir bis jetzt allerdings noch nie das Vergnügen mit ihm. Leider, muss man an dieser Stelle sagen. Denn erst da kann man wirklich sein musikalisches Talent und sein Gespür für warme, harmonische Melodien erkennen. Die 13 Titel haben im Gegensatz zu vielen anderen elektronischen Produktionen die Bezeichnung „Song“ wirklich verdient und nur selten gibt es Loop-basierte bzw. Track-ähnliche Ansätze. Alles klingt sehr organisch und handgemacht, was es ja auch ist. Will man ein Haar in der Suppe finden, könnte man bemängeln, dass die meisten Titel durch eben beschriebene Songstrukturen und durch ihre Disco-, Funk- und Soulreferenzen wunderschön anzuhören, aber vielleicht nicht unbedingt immer die derbsten Clubwaffen sind. Dafür wird es aber dann aber sicherlich noch das ein oder andere Remix-Packet geben. Bitte auch nicht falsch verstehen, das Album klingt keinesfalls Retro, sondern sehr zeitgemäß und nach Vorne gewandt. Future-Disco könnte man wohl auch dazu sagen! Meine beiden Daumen gehen jedenfalls aus voller Überzeugung nach oben. 10 Points. TB

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