Mousse T. – Länder, Menschen, Abenteuer: Niedersachsen (Bundesland-Edition Pt. 2)

Der Hannoveraner Mustafa Gündoğdu, besser bekannt als Mousse T., hat sich mit seiner stark von Jazz und Soul geprägten Clubmusik einen legendären Ruf erarbeitet. Sein größtes Werk ist zweifelsfrei der Klassiker „Horny“ aus dem Jahre 1998, mit dem er seinen internationalen Durchbruch feierte. Ein Jahr später schrieb er die Single „Sex Bomb“ für Tom Jones, und machte sich auch als Songwriter und Musikproduzent einen Namen. Später arbeitete er in vielen Radio- und TV-Produktionen, so saß er unter anderem in der Jury der 15. Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Mousse T. wurde zwar in Hamm in Nordrhein-Westfalen geboren, zog aber schon im jungen Alter nach Hannover und bezeichnet die niedersächsische Landeshauptstadt dementsprechend auch als seine Heimatstadt. Für uns stellt er sein Bundesland vor.

Ein typisch niedersächsisches Abenteuer?

Eines von vielen niedersächsischen Abenteuern ist das Trinken von Lüttje Lage. Das macht man mit einer Hand, bei der man ein kleines Altbier-Glas parallel mit einem klaren Schnaps zwischen den Fingern hält. Beim Ansetzen des Bieres fließt der Schnaps dann automatisch in das Glas hinein und man trinkt beides gleichzeitig. Wenn das kein Abenteuer ist!

Typische Angewohnheit der Niedersachsen?

Eine typische Angewohnheit für Niedersachen ist, dass man Freundschaften erst auf den zweiten Blick schließt. Das erste Treffen verläuft zwar zunächst eher kühl, danach entwickelt sich aber eine sehr feste Freundschaft.

Drei Dinge, die man sich in Niedersachsen unbedingt anschauen muss?

Die Herrenhäuser-Garten in Hannover, die sind einzigartig in Europa.
Fahrt unbedingt in den Harz zum Rodeln.
Krabbenpulen in Greetsiel, das ist ein kleiner schnuckeliger Ort in Ostfriesland.

Dein liebstes niedersächsisches Gericht?

Definitiv der Burgdorfer Spargel. Da freue ich mich schon das ganze Jahr drauf. Gegessen wird der dann in allen möglichen Variationen wie mit Schnitzel, Schinken, Sauce Hollandaise und Butter.

Dein liebster Zufluchtsort?

Ganz klar das Funky Kitchen. Das ist unser hauseigenes Restaurant auf dem Expo-Gelände in Hannover, wo wir mit vielen mit uns befreundeten Künstlern abhängen. Das Highlight ist auf jeden Fall die Terrasse, die komplett um das Gebäude führt. Für uns ist das der perfekte Ort, um runterzukommen und um neue Musikideen zu finden.

Erzähle uns ein bisschen über die Szene in Niedersachsen

Meine Heimatstadt Hannover ist generell eher eine Rockstadt. Legendäre Bands wie die Scorpions, Eloy oder Fury in the Slaughterhouse stammen hierher. Gleichzeitig hat Hannover aber auch eine großartige elektronische Szene zu bieten, zu der ich mich natürlich auch zähle. Bekannte Namen sind beispielsweise Timo Maas und Martin Buttrich. Natürlich ist Hannover nicht mit Berlin zu vergleichen, aber die Musikszene hier ist durchaus sehr belebt. Einer meiner Lieblingsläden ist das Monkeys am Hauptbahnhof, das ein sehr cooles und vielfältiges Programm vorweist.

Was vermisst du am meisten an Niedersachsen, wenn du unterwegs bist?

Am meisten vermisse ich mein eigenes Bett, da schläft es sich ja bekanntlich am besten. Aber auch Hannover als Stadt vermisse ich, da die Wege hier sehr kurz sind und die Stadt im Vergleich zu seiner Größe sehr viel Power besitzt. Man kriegt hier sehr viel mit, auch von außerhalb der Grenzen. Leider ist Selbstvermarktung keine sonderlich große Stärke von uns, was uns im Gegenzug aber auch sehr bescheiden und sympathisch macht.

 

www.mousse-t.com
www.reiseland-niedersachsen.de

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Foto Lüttje Lage: Bruchmeister/Wikipedia
Foto Herrenhäuser Gärten: Johannes D./Wikipedia
Foto Mousse T.: Nela König