
In Münster hat am Freitag ein neuer Club seine Türen eröffnet: Aus dem Conny Kramer wird das Fade.
Der Kult-Club am Hawerkamp, der seit 2013 mit einem vielseitigen Programm von Deep House und Techno bis Indie und Hip-Hop Akzente gesetzt hatte, wurde im Sommer 2025 grundlegend umgestaltet.
Betreiber bleibt die Dockland GmbH, die auch für das Docklands Festival und den Fusion Club verantwortlich ist. Für die künstlerische Leitung zeichnet nun das Münsteraner Kollektiv 538 verantwortlich, das schon in den vergangenen Jahren durch Veranstaltungen im Conny Kramer, Fusion oder AMP auf sich aufmerksam gemacht hat.
Unter dem Motto „Techno ist Kunst“ umfasst die Crew neben sechs Resident-DJs auch Graffitikünstler, Designer sowie Foto- und Videografen. Der enge Bezug zur lokalen Szene spielte eine zentrale Rolle bei der Entscheidung, das Konzept neu auszurichten.
Das Fade setzt auf ein überarbeitetes Interieur, ein neues Q-Pro-Soundsystem und ein frisches Lichtkonzept. Auch der Außenbereich wurde neugestaltet: Der „Fade Garten“ ist begradigt, bepflanzt und mit Beleuchtung sowie Sitzgelegenheiten ausgestattet.
Lokale Graffiti-Künstler haben dem Club zudem innen wie außen ein neues Gesicht verliehen. Zusätzlich gilt eine No-Photo- und No-Video-Policy, die die intime Atmosphäre schützen soll.
Die Eröffnungsparty fand am vergangenen Freitag mit Acts wie zwilling. oder DELM statt. Der Eintritt basiert auf Spenden, die vollständig an die Bahnhofsmission Münster und das antifaschistische Recherche- und Protestkollektiv Busters weitergegeben werden.
„FADE – Club, Culture, Community sind die neuen Schlagwörter, auf die sich das Kollektiv 538 in Zusammenarbeit mit der Dockland GmbH berufen“, erklärt Jannes Blank, der für Organisation und Programmierung verantwortlich ist.
Neben Techno in allen Facetten wird es auch Hip-Hop, Indie, Workshops, Ausstellungen und Live-Konzerte geben. Ziel sei es, Austausch, Lokales und szeneübergreifendes Connecten in den Vordergrund zu stellen.
Mit dieser Neuausrichtung versteht sich das Fade als sicherer, kreativer Begegnungsraum. Auf der Website heißt es: „Unser Fokus liegt auf hochwertiger Musik sowie einer respektvollen und offenen Clubkultur. Ein Safe Space, in dem du dich willkommen fühlen und entfalten kannst – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung.“
Auch im Vergleich zum größeren Fusion Club möchte das Fade eigene Akzente setzen. „Es wird intimer und näher, behält trotzdem starke Qualität bei Sound und Licht. Es ist quasi das kleine Geschwisterkind des Fusion“, sagt Blank. Damit bekommt Münsters Clubszene einen neuen Hotspot, der gleichzeitig Tradition wahrt und Zukunft gestaltet.
Quelle: Groove
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