Musik und der Teufel – eine Liebesgeschichte


Die Unterwelt und ihr Herrscher sind bereits seit jeher gern gewählte Elemente in der Musik und Unterhaltungsbranche. Schon Blues-Legende Robert Johnson wurde für seine Aussage bekannt, er habe für seinen Ruhm einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und schon Frank Sinatra sang vom Teufel höchstpersönlich. Auch in der Elektro- und Dancemusik wurde der Herrscher der Unterwelt bereits erwähnt und dass er aus der Welt des Heavy Metals nicht wegzudenken ist, ist auch bekannt. In der Musik wurde sogar bereits ein Intervall speziell nach ihm benannt, der Tritonus bzw. der „Teufel in der Musik“, der tonsymbolisch für Düsteres und Dämonisches eingesetzt wird. Doch nicht nur in der Musik, auch in Film, Buch und Videospiel ist der Teufel eine regelmäßige Begegnung.

Der Teufel steckt in der Unterhaltungsbranche

Ob in Film, Serie, der Literatur oder im Spiel, in jeglichen Bereichen der Unterhaltung lässt sich der Herrscher der Unterwelt auf unterschiedlichste Weisen antreffen. Ein absoluter Filmklassiker mit Al Pacino und Keanu Reeves von Taylor Hackford aus dem Jahr 1997 ist Im Auftrag des Teufels, der auf dem gleichnamigen Buch von Andrew Neiderman basiert. In der Fernsehserie Lucifer steckt der Teufel in einem gutaussehenden Mann, gespielt von Tom Ellis, der nur sein wahres teuflisches Gesicht zeigt, um Menschen zu beängstigen und die Wahrheit aus ihnen herauszubekommen. Auch in der Welt der Videospiele gibt es den Teufel mit den unterschiedlichsten Gesichtern anzutreffen. Ein Beispiel ist der klassische Spielautomat Alles Spitze, der die Flammen der Hölle im Hintergrund anzeigt und den Teufel in einer niedlichen fliegenden Gestalt mit kleinen Hörnern und Dreizack darstellt. Um einiges höllischer geht es im Action-Rollenspiel Diablo zu. Als Spieler heißt es hier, die Welt vor dem mächtigen Dämonen Diablo zu bewahren.


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Musiker und ihre Beziehung zum Teufel

Auch in der Musik ist der Teufel bereits seit Anbeginn der Musik zu finden. Der „Teufel in der Musik“ bzw. das Tritonus-Intervall lässt sich bereits in den Stücken von Bach und Beethoven finden, allerdings auch in der Titelmusik von den Simpsons. Ein großes Beispiel aus der Musikgeschichte ist zudem der legendäre Blues-Musiker Robert Johnson, der zu den besten Blues-Künstlern aller Zeiten gehört. Er sagte bereits in den 1930ern, dass er seine Seele an den Teufel verkauft habe, um es zu musikalischem Erfolg zu schaffen. Basierend auf der Musiklegende wurde 1986 sogar ein Film namens Crossroads – Pakt mit dem Teufel veröffentlicht. Dass der Teufel Teil der Heavy-Metal-Szene ist, sollte auch keinen überraschen. Die Gruppe Megadeth, die zu den erfolgreichsten Heavy-Metal-Bands aller Zeiten gehört, vermarktete sich als „The Devil’s Advocate“ und sang in zahlreichen Liedern vom Herrscher der Hölle. Ein Song, der Geschichte schrieb, war zudem AC/DCs Highway to Hell. Im Musikvideo setzte sich Gitarrist Angus Young sogar Hörner auf und hatte einen Teufelsschwanz. Doch es ist nicht immer düster um den Teufel, denn sogar Ella Fitzgerald und Frank Sinatra sangen bereits in Between The Devil And The Deep Blue Sea vom Dämonen und auch Rapper Immortal Technique rappte sich 2001 mit Dance With The Devil zum Teufel. Die Electro/Dance-Band aus Belgien namens D-Devils haben den Teufel auch in die Szene der elektronischen Musik gebracht.

Es ist unverkennbar, dass der Teufel sowohl in der Musikszene als auch in der Unterhaltungsbranche immer wieder auftaucht und hier oft als Element eingesetzt wird. Auf unterschiedlichste Weisen und in den verschiedensten Formen der Darstellung findet man den Herrscher der Unterwelt. Ob Künstler behaupteten, sie hätten einen Pakt mit dem Teufel abgeschlossen oder ob sie von ihm sangen und sich in Musikvideos die Hörner aufsetzten, ob er im Film als Anwalt verkleidet oder im Spiel als fliegendes Teufelchen gezeigt wird – auf die ein oder andere Art findet man ihn immer wieder.