Schön war’s. Schließlich schien über Frankfurt ausgiebig die Sonne. Und entsprechend uns aus dem Arsch. Umso unermüdlicher waren wir vom 21. bis 24 März auf der Jagd nach den wichtigsten Neuerungen auf dem elektronischen Musikalienmarkt.

Die alles in den Schatten stellende Tool-Revolution gab es zwar nicht. Dennoch war interessant zu beobachten, wie die Trends der letzten Jahre weiter vorangetrieben und verfeinert wurden. Software-Controller, speziell als All-In-One-Lösungen mit zwei Hardwaredecks und integriertem Mixer, sind inzwischen das, was früher die Turntables und später CD-Player waren: Inflationär vertretene Werkzeuge in allen Preissparten und Spielarten – so hatte jeder Hersteller seine ganz persönliche (oder zumindest mit eigenem Logo versehene) Lösung parat. Und das, obwohl die Berliner DJ Software-Leader Ableton und Native Instruments einmal mehr nicht mit eigenen Ständen vertreten waren.

Natürlich wurde mehr denn getouched, sei es auf Bildschirmen, Mixerstreifen oder Hostessenhintern. Auch das Prinzip mehrfarbig hintergrundbeleuchteter Pads setzt sich zusehends durch. Leider nahm vorgeschaltete Winter-NAMM im kalifornischen Anaheim auch dieses Jahr wieder vieles vom News-Wind aus den Segeln. Einige Weltpremieren gab es dennoch. Und, was uns besonders freut: Mutige Mini-Companies mit ungewöhnlichen Kisten und innovativen Konzepten waren wieder häufiger vertreten.

Hier nun also einige Highlights in alphabetischer Reihe. Ohne jede Gewähr auf Vollständigkeit, aber alles, was hier fehlen sollte, wird in den kommenden FAZEs nachgereicht.

A wie Akai
Eine Kultmarke wittert Morgenluft. Vor allem mit einem Produkt: dem MPC „Music Production Center“ (bis zur MPC2000 übrigens „MIDI Production Center“). So erwartet uns nicht das von uns bereits in FAZE 002 kurz vorgestellte MPC-Fly in jetzt feuerroter Färbung. Auch konnte man am Messestand seine Finger kaum vom neuen MPC Studio lassen. Als echter Leckerbissen in Haptik und Design verrät bereits das ultradünne Gehäuse, dass dieses Derivat nur ein lupenreiner USB-Controller sein kann, dessen mitgelieferte Software über einen 128-Track-Sequencer verfügt und Standalone oder als VST-, AU- sowie RTAS Plugin betrieben werden kann.

Die neue Krönung der Akai MPC-Schöpfung heißt jedoch MPC Renaissance. Einen


internen Speicher besitzt das Prunkstück zwar nicht, ist jedoch als Hardware-Controller, sowohl was die Funktionsvielfalt als auch Anschlussoptionen betrifft, wie kein anderes Modell bestückt. U.a. mit 16 Endlosdrehreglern, internem Vierkanal-USB Audiointerface, 2 MIDI-Ins und 4 Outs, ja selbst einem Phono-Eingang. Dank des „Vintage Mode“ erlebt sogar der legendär phatte Klang der Klassiker MPC60 bzw. MPC3000 eine Renaissance. www.akaipro.de

 

A wie AlphaSphere
Wer etwas zum Knuddeln suchte, wurde am Ministand C27 fündig. Hier präsentierten die findigen Jungbriten von Nu Desine die dritte Prototypenversion ihres Kugelsynths „AlphaSphere“. 48 drucksensitive Gummikissen ersetzen hierbei die klassische Klaviatur und greifen so auf intern erzeugte oder, als USB-Controller, extern gelagerte Klänge zu. LED-Licht und der gleichermaßen hübsche Software-Programmer „AlphaLive“ unterstützen das klangliche Zauberspiel – und machen rasch jede Sinnfrage vergessen. www.alphasphere.com

A wie Alesis
Plötzlich ist sie wieder da. Oder war sie nie weg? Hier ist sie uns jedenfalls das erste Mal wieder bewusst aufgefallen: die gute alte Keyboard-Gitarre, kurz Keytar. Kaum eine supergute (wie man damals sagte) oder grottenschlechte (wie man noch heute sagt) Combo kam in den 80ern ohne derlei Pimmelorgel aus – hieß sie nun Whitesnake, Alphaville, Modern Talking oder Nena. Alesis‘ Version „Vortex“ ist diesbezüglich ein zum Patent angemeldeter Vollblut-Controller, der über USB oder MIDI-Port von nahezu allen Softwareinstrumenten erkannt wird und neben der anschlagdynamischen Klaviatur unter anderem acht Drum Pads sowie einen frei zuweisbaren Touchstrip im Handgriff mitbringt. Beschleunigungssensoren sorgen schließlich noch dafür, dass sich sogar die Bewegung der Keytar selbst klangmanipulierend einsetzten lässt. Pervers? Na klar! Und grad drum ein Ding für uns. Ballonseidenkluft und Stirnband liegen schon bereit…

iPads Hardware-eingebunden und somit Funktionsspezialisiert sind weiterhin ein großes Thema bei Alesis. Sei es als „AmpDock“-Verstärker, „DMDock“-Drum Modul oder gar in Gestalt eines Vierkanalmixers mit der Bezeichnung „iOMix. Als besonders segensreich erweist sich zudem das „AmpCase“ als Kopfhörerverstärker für das iPhone 4 bzw.  den iPod touch 4G. Das Smartphone wird einfach in das Case geschnallt, wobei ein ultrapräziser Digitalausgang das Signal direkt vom Dock abnimmt und den Klang mittels DSP- deutlich verstärkt und optimiert. www.alesis-de

A wie Alex4
Mit seinem Neuableger „Alex4“ will sich der Berliner Frickeltool-Magnet Andreas Schneider nun endlich (und jetzt aber wirklich!) intensiv um jenen Geschäftsbereich kümmern, der mit dem Hype um „Schneiderbuero“ deutlich ins Hintertreffen geraten ist: Den europaweiten Vertrieb nischiger Audio- und Video-Tools. Das Schneider-Imperium splittet sich demnach ab sofort wie folgt: Alex4 = seriöser Vertrieb, Schneiderbuero = Freak- & Fummelbude, Schneidersladen = (Online-)Shop. Das Wasser im Munde zusammenlaufen ließen dann am Stand unter anderem der Prototyp von Dieter Doepfers Analogsynth Dark Energy II sowie MFBs Dominion X, der absehbar auch als Polyphonversion erscheinen wird. Ein nettes Gespräch führten wir zudem mit Moon Modular-Entwicker Gert Jalass, der derzeit mit einer deutschen Elektroniklegende an einem neuartigen Sequenzerkonzept strickt. Mehr dazu, wenn es spruchreif ist. www.alex4.com

C wie Cyberstep
Sieht ziemlich japanisch aus? Ist es auch. Zwar müssen wir noch bis Ende des Jahres auf die Auslieferung des Handheld-Studios „KDJ-One“ von Cyberstep warten. Allerdings lässt sich jetzt schon sagen, dass das Tokioter Geschöpf eine keineswegs nur an die Generation Gameboy adressierte Miniworkstation ist. Für 800 Dollar erhält man eine Minimaschine mit immerhin 1GHz Intel Atom-Prozessor, 512 MB RAM und 4GB SSD Festspeicher, einen internen, 64-stimmigen Wellenformsynth, 20 Effekte, einen Sampler sowie rudimentäres Sequencing-Konzept samt Step-Buttons.  Über WI-FI kann die smarte Digikiste sogar kabellos und auch als VSTi in ein bestehendes Setup eingebunden werden.  Vorbestellungen können bereits auf der Homepage getätigt werden. www.kdj-one.de

D wie Denon DJ
Wohl nie zuvor war die Begeisterung vor Ort derart einhellig im Bezug auf ein neues Denon DJ-Produkt. Denn endlich konnte man Hand anlegen an das kurz vor Messestart angekündigte Highlight DN-SC3900. Ohne übertriebene Featuritis und nicht zuletzt dank des zugkräftigen Plattentellermotors konnte man aus dem Stand den Reiz des traditionellen Auflegens (wieder)erleben. Jedoch auf moderne Formate übertragen. Denn der DN-SC3900 frisst absolut alles: Audio-CDs, Digital-Files jeglicher Art von Stick oder Festplatte, selbst als frei zuweisbarer MIDI-Controller oder im Netzwerkverbund lässt sich das Traumtool betreiben. Bislang war man ja als Denon DJ-User eher respektierter Außenseiter. So wie Aaron Funk aka Venetian Snares. Aber das könnte sich mit dem DN-SC3900 tatsächlich grundlegend ändern. Denn die Bedienung ist grundeinfach. Und macht einfach jeden sofort an. Auf den ersten Blick scheint die Synthese analoger und digitaler Turntable-Welten wie selten zuvor durchdacht und spaßbringend geglückt. www.dm-pro.eu

D wie DJ-Tech
Im Jahr des Drachen präsentieren uns DJ-Tech aus eben jenem Land der aufgehenden Sonne ihren „Dragon Two“: Ein metallgefasster 2- bis 4-Deck -Controller, der aber auch als analoger Mischer betrieben werden kann. Selbst der Mix beider Signalwelten funktioniert. Was bedeutet: Man kann mit einem Kanal seine Software steuern und gleichzeitig über den anderen Kanal klassische Hardware wie z.B. Turntables einbinden. Vorbildlich verarbeitet machen zusätzliche Qualitäts-Features wie der VCA-Crosser, die VCS-Timecode-Unterstützung, die kalibrierbaren Touch Sensitive-Jogwheels oder das professionelle Audio-Interface deutlich: Hier gibt sich jemand mit dem Ruf des reinen Einsteiger-Ausstatters längst nicht mehr zufrieden. www.djtechpro.com

E wie Electrix
Nicht offiziell vertreten und somit nur bei konspirativen Vorführungen am Stand des Deutschland-Vertriebs Magma (Bags) erleben konnte man den Prototypen des Electrix „Tweaker“. Electrix? Ja, genau jene verschollen geglaubte, inzwischen aber von Mixware einverleibte Marke, die zur Jahrtausendwende eine Handvoll herrlicher Rackmodule wie die „Filter Queen“ fabrizierte. Der „Tweaker“ allerdings ist ein in Kooperation mit Livid Instruments (s. Testbericht „CNTRL:R“) entworfener USB/MIDI-Controller für den Einsatz mit Ableton Live, NI Traktor und anderen DJ-Applikationen. Gesteuert wird das Performance-Tool im Wesentlichen über eine Matrix mit 32 Gummi-Buttons, ferner 8 drucksensitiven Drum-Pads sowie 8 Endlosdrehreglern. Der interne Aufbau mit zwei Kanalzügen samt Line-Fadern verweist auf einen klassischen DJ-Mixing-Prozess – wohl nicht nur wir brennen bereits auf die Fertigstellung. www.electrixpro.com

E wie Eowave
Ein Konzept fiel ins Koma und erwachte als Magma. Denn bereits im letzten Messejahr stellten die Franzosen von Eowave mit dem „Koma“ den Prototypen eines Bassteufels vor, der nun unter der Bezeichnung „Magma“ serienreif eruptiert. Als echt analoger Monofonist u.a. mit 24dB-Tiefpassfilter im legendären Roland-Stil überzeugt der Westentaschenvulkan aber mitnichten nur im Klang. Auch wurden ein 16-Step-Sequencer sowie umfangreicher Speicher integriert, um den Magma unabhängig vom vorgesehenen MIDI-/USB-Betrieb einsetzen zu können. Als Bass-brandbeschleunigend wirken sich weiterhin 2 ADSR- Hüllkurven mit bis zu sprichwörtlich knallkurzen 2ms Attacks oder auch der LFO mit stolzen 8 Wellenformen aus. www.eowave.com

F wie Feeltune
Bereits 2011 konnte Nicolas Piau als Feeltune-Gründer und Hälfte des Elektronik-Duos „Les Clones“ mit seinem Groove-Tableau „Rhizome“ punkten. In Frankfurt legten die Franzmänner ihre Variationen „SXE“ und „LE“ nach. Während erstere eine Hardware-Standalone-Lösung auf Basis von Windows 7 ist und sich über den Host Rhizome OS klanglich auf VST-Instrumente und Plugins stützt, agiert der „LE“ als reines, dafür umso günstigeres Controllerpult ohne Computereinheit. Beiden gemein ist das umfassende Step-Sequencing-Konzept samt grafischer Darstellung aller Parameter in den vier geschichteten 24-bit-Screens. Also in etwa das, was unser eins in mousigen Cubase-Zeiten immer vor Augen hatte: Ein virtuelles Instrument, aus dessen Bildschirm wie von Geisterhand echte Pads und Regler für den Direktzugriff erwachsen. Nun gut, zugegebenermaßen waren die 90er ebenso das Jahrzehnt doppelt gestrichener Pappen. www.feeltune.com

F wie Würstchen
… also Frankfurter Würstchen. Oder „Flankfultel Wülstchen“, wie die asiatischen Besucher angeblich zu ordern pflegen. In jedem Falle ein-, zwei-, dreimaliges Messe-Muss, feilgeboten an diversen Innen- und Außenständen. Zwar wird einem aufgrund der geforderten 4 Euro zunächst etwas übel. Aber ist der fleischige Zwilling erst einmal mit einem Becherbier verdrückt, geht es einem wirklich besser.  Leider war vor einiger Zeit  in der Frankfurter Rundschau zu lesen, dass die Messe-Frankfurter offenbar keine original Frankfurter sondern vulgäre Wiener sind. Skandal! Immerhin: Das Killer-Feature „Senf“ gibt es kostenlos hinzu. Messememmen bringen natürlich weiterhin ihre vollgestopften Taschen vom Hotelfrühstück mit. www.wurstakademie.com

G wie Gemini
Hauptanziehungspunkt bei den US-Jungs waren neben den unterschiedlich ausgestatteten Mixerneulingen PS-1 bis PS-4 (s. FAZE 001) natürlich die neuen Media-Player und MIDI-Controller. Allen voran der 2011 angekündigte und jetzt serienreife CDJ-700. Am Pioneer-Stand gegenüber war man davon wenig entzückt. Denn mit diesem Single-Player startet Gemini von der Typenbezeichnung bis zum Layout den Versuch, sich an den Marktführer heran zu robben. Unter anderem mit CD-Slot-In-Laufwerk, internem 24-bit/192kHz Audiointerface, oberseitigem USB-Flash Drive-Port, zusätzlichem SD Card-Slot, drucksensitivem 200mm Jog, MIDI- und HID-Steuerung, sechs Effekttypen uvm. Als echte Novität kann das TFT-Display übrigens per Touch gesteuert werden. Gleiches gilt für den All-in-One Doppeldecker CDMP-7000 sowie CDMP-2700 als Rackversion. www.geminidj.com

N wie Numark
Was die Controller-Sparte betrifft, hat derzeit Numark zweifellos die Nase vorn. Bei keiner einer anderen Company erblühen derart viele Modellvariationen in den unterschiedlichen Preis- und Leistungskategorien. DJ-Sehnsüchte weckte natürlich das neue Top-Tool 4Trak. Als Weiterentwicklung des bisherigen Spitzenvertreters NS6 bringt der gebürstete 4-Deck-Schönling eine umfangreich ausgestattete Effektkonsole mit, um seiner Bestimmung als – nicht nur, aber vor allem auch – Hardware-Gegenstück zum NI Traktor 2 gerecht zu werden.

Zu einem der wohl trendigsten DJ-Gears 2012 zählt sicherlich der Numark iDJ Pro. Tatsächlich durfte man überrascht sein, wie ansprechend in der qualitativen Ausführung sich der iPad-Controller vor Ort präsentierte. Auch die smoothe Bedienung über die Touch Wheels und sonstigen Elemente sowie die Interaktion mit Algoriddims djay-App konnten absolut überzeugen. Nur wie ein tiefschlafendes Dornröschen im Glassarg betrachten konnte man einen ersten Prototypen des MPC DJ. Eine nicht zuletzt aufgrund der motorgetriebenen Active Platter-Player recht wuchtige Konsole, die in Kooperation mit Akai entstanden ist und im oberen Zentrum 4 x 4 MPC-Pads trägt. Wir sind gespannt, wann bzw. ob überhaupt Numark diese vollschlanke Lady wachküssen wird. www.numark.com

P wie Pioneer
Riesenandrang bei Platzhirsch Pioneer. Klassisch, könnte man sagen. Aber dennoch etwas mehr als gewöhnlich. Denn endlich ließ man die streng bis Messebeginn verknebelte Katze RMX-1000 aus dem Sack: Eine multifunktionale Effekt-Station der gleichermaßen optisch wie technisch futuristischen Art. An Board gebracht wurden u.a. die vom DJM-1000 übernommenen 3-Band-Isolatoren, das vom DJM-900nexus bekannte X-Pad zur Touch-Kontrolle der aufnehmbaren Samples oder internen Drum-Sektion sowie natürlich eine studiotaugliche Effektsektion mit insgesamt 10 Typen. Dank Quantisierungsmöglichkeiten sowie einem neuartigen Release FX sollen selbst hoch komplexe Effektkonstruktionen mühelos auf- und (was fast noch wichtiger ist) elegant wieder abgebaut werden können. Abgerundet wird das Konzept durch eine SD-Kartenspeichermöglichkeit sowie die Remix Box-Editorsoftware. Auch kann der RMX-1000 als USB-Controller auf die mitgelieferten VSTi- bzw. AU-Plugins zugreifen. Wir bleiben dran. Und zwar dichter, als ihr ahnt…

Keinesfalls unterschlagen wollen wir die Einführung des neuen Mixer-Highlights DJM-850. Dieses ersetzt das Erfolgsmodell DJM-800 bewegt sich bereits annähernd auf Niveau des 900nexus. Auf den Effekt-Touch-Strip und Ethernet-Anschluss muss man zwar verzichten, ansonsten lockt aber auch dieser Vierkanaler u.a. mit 24-Bit/96-kHz USB-Soundkarte, frei konfigurierbarer MIDI-Kontrolle, 13 High-Quality-Effekttypen für bis zu 100 Kombinationen, Timecode-Unterstützung und zahllosen Finessen mehr. Eine Weltneuheit birgt die beliebte Pro Color Effect-Sektion jedes Kanalzuges. Denn hier lässt ab sofort ein Beat-Button den eingestellten Effekt in Abhängigkeit zur Eingangssignallautstärke tanzen. Erhältlich ist der Mixing-Bolide in Silber oder Schwarz. www.pioneerde.de

R wie Rane
Boooom! 2 x 2-Kanalmixer, Rane 61: USB 2.0 Port, Unterstützung 6 Stereo-Record- und 4 Stereo-Playback-Kanäle, 32-bit/48kHz, Dreiband-Kill-EQs, HP/LP-Filter mit Panning, Eingang für externe FX, USB-In für Software-Effekte, USB-Aux-In für SP-6-Sampler. Rane 62 zudem: Input-Matrix, 40 SSL-Funktionen direkt, ASIO-Core-Treiber, Effektprozessor (Filter, Flanger, Phaser, Echo, Robot, Reverb), ltd. Design Z-Trip & Shepard Fairey -Ober, Affen, Geil! Wie… zu knapp? Nun gut, in der FAZE 004 tragen wir das Großkaliber 62 in die Gefechtsstation, um es ausführlich zu testen. Ist ja schließlich ein Battle-Tool… www.rane-dj.de

R wie Reloop
Auch bei den Münsteranern wird weiter kräftig kontrolliert. Zum Beispiel mit dem technischen Flag- und optischen Space-Ship Terminal Mix 4. Als ausgewiesener Serato-Spezialist bringt der Controller einen komplett ausgestatteten 4-Kanalmixer inklusive 3-Kanal-EQs und Filter-Potis pro Kanalzug mit, besitzt für jede Playerseite eine umfassende Effekt- und Samplesektion im Direktzugriff, und auch die Serato-Kommunikation erweist sich dank des Trax Encoders sowie der vier Management-Tasten als vorbildlich. Auf vielfachen Wunsch wurden die Pitchfader auf feinfühlige 100mm Länge gestreckt, so dass sich in Kombination mit den ultraflachen 155mm-Jogs und gummierten Transportbuttons ein oberklassenreif komfortables Arbeitsfeeling einstellt. Alternativ bietet Reloop die um 2 Kanäle reduzierte Version Terminal Mix.

Erstmals vorgestellt wurde dann schließlich noch der „Beatmix“. Eine Weltpremiere in doppelter Hinsicht. Denn einen derart konsequent auf die Mixing Software Virtual DJ  zugeschnittenen Controller gab es schlichtweg vorher nicht. So bringt der sportliche  DJ-Doppeldecker die komplette Controller-Grundausstattung mit, samt 4-Kanal-USB-Soundkarte, ASIO-Treiber, 3-Band-EQs, Fader Starts, schmucken 140 mm Alu-Jogwheels sowie einer Effekt- und Samplesektion. Das macht 61 MIDI-Controller insgesamt, plus eines speziellen Beat Mash-Mode zum kunstgerechten Zerlegen eines Tracks. www.reloopdj.de

S wie Smithson Martin
Holzohren und gläsernes Touchpad: Sinnlicher lässt sich ein retrofuturistisches Controllerpult wohl nicht gestalten. Potenziert wird dieses Glücksgefühl, wenn das Gerät unter Spannung steht. Denn dann erwacht der 22-Inch-Screen zu buntem Leben Zweifellos ist Smithson Martin mit dem neuen Kontrol Surface 1974 ein Tool-Coup gelungen. Optisch. Wie technisch. Denn mittels der mitgelieferten Emulator Modular-Software lässt sich der KS-1974 nicht nur für jede beliebige DJ- oder VJ-Applikation individuell konfigurieren. Auch kann die grafische Oberfläche bis in die Symbolebene hinein verändern werden. Vor Ort begeistert hat uns vor allem der eigens kreierte Totenkopf-Button. Im Gegenzug haben wir natürlich einen Hardware-FAZE-Button dagelassen. Ach so, wer die himmlische Hardwarehülle nicht benötigt, kann die Emulator-Software natürlich separat erwerben und auf High Speed-Tablet PCs zum Einsatz bringen. Nein, iPad geht nicht… www.smithsonmartin.com

V wie Vestax
Vestax schickt 2012 mit dem VCI-380 einen auf Serato Itch abgestimmten USB-Controller auf den Weg, dessen 2-Kanalmixer auch unabhängig analog z.B. mit CD-Playern oder Plattenspielern genutzt werden kann. Neben einer integrierten 24-Bit/96KHz Soundkarte und symmetrischen XLR-Outs bringt der smarte Japaner 2 x 4 Multicolor-Pads sowie einen Touch-Strip pro Playerseite mit. Damit lassen sich in verschiedenen Performance-Modi Hot Cues, Auto-Loops, Rolls, Samples, Slices und sonstige Effekte eingefangen, abfeuern oder kombinieren. Vor allem die Scratchsimulationen mittels der griffig präzisen Jog Wheels und Nadelpositionsanzeigen können bei Vestax weiterhin wie bei kaum einem anderen Hersteller überzeugen. www.vestax.de