
Im Mai ist es auf Mallorca zum Einsturz der Terrasse eines Beachclubs gekommen. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, 16 Menschen wurden verletzt. Ein Anwalt äußerte sich damals, dem Betreiber könne eine bis zu 38-Jährige Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung drohen. Jetzt gab es eine erste Festnahme in dem Fall: der Betreiber wurde festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Am 24. Mai ist auf Mallorca die erste Etage des Medusa Beachclubs im Stadttteil El Arenal in Strandnähe eingestürzt. Die Terrasse wurde kurz davor saniert, was aber, nach späteren Angaben eines Mitarbeiters, Fassade gewesen ist. Dieser bezeichnete die Terrasse als Marode. Der Beachclub soll kurz vor einem Verkauf gestanden haben, weswegen der Terrasse ein Facelifting unterzogen wurde. Beim Einsturz kamen zwei Deutsche, eine 31-Jährige und ein 20-Jähriger, eine Spanierin im Alter von 23 Jahren und ein Senegalese im Alter von 44 Jahren ums Leben.
Am Mittwoch wurde der Betreiber, Christian A., ein Unternehmer mit Pass aus Österreich, festgenommen. Der Besitzer ist auf der Insel bekannt. Ihm droht eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Während der Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Location weder eine Betriebslizenz für die Terrasse hatte, noch eine Erlaubnis für die Sanierung. Der Einsturz sei durch die zu große Belastung der illegalen Bebauung, die als unbegehbar eingestuft wird, erfolgt. Der Unternehmer muss sich nun wegen mutmaßlicher fahrlässiger Tötung sowie mutmaßlicher fahrlässiger schwerer Körperverletzung vor Gericht behaupten. Am Tag der Festnahme hatte Christian A. noch keine Akteneinsicht. Er verweigerte laut „Diario de Mallorca“ die Aussage. Am selben Abend der Festnahme wurde Christian A. gegen Auflagen wieder frei gelassen.
Am Tag des Unglücks befanden sich nach Ermittlungen circa 21 Menschen auf der Terrasse, der Einsturz erfolgte mutmaßlich, nachdem zwölf Gäste aus den Niederlanden Tische auf die Terrasse getragen und zusammengestellt haben. Der Bürgermeister Palmas kündigte an, im Sommer solle es unter dem Eindruck des Unglücks, strenge Kontrollen in anderen Locations geben. Beim Unglück handelt es sich um eines der schlimmsten der letzten Jahre auf der Urlauber-Insel.
Quellen: infranken.de, mallorcazeitung.es, rpr1.de
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