
Die Pläne für ein Museum of Detroit Electronic Music (MODEM) werden trotz eines Rückschlags weiterverfolgt. Nachdem ein ursprünglich vorgesehenes Bauprojekt von der Stadt gestoppt wurde, arbeitet die Initiative nun an alternativen Lösungen für einen neuen Standort.
Das Museum sollte ursprünglich in der stillgelegten Packard Automotive Plant entstehen – einem historischen Industrieareal, das in den 1980er- und 1990er-Jahren als Schauplatz für Raves und Underground-Events bekannt wurde. Geplant war dort ein umfassender Kulturkomplex mit verschiedenen Nutzungen, in dem auch das Museum untergebracht worden wäre. Dieses Vorhaben wurde jedoch inzwischen aufgegeben.
Die Verantwortlichen von MODEM verfolgen das Projekt nun unabhängig weiter und führen Gespräche mit möglichen Partnern aus Kultur und Stadtgesellschaft. Parallel dazu wird die Vorbereitung einer Crowdfunding-Kampagne geprüft, um die Finanzierung des Museums langfristig zu sichern.
Initiator Adriel Thornton, der das Projekt bereits 2020 ins Leben gerufen hatte, betont die grundsätzliche Bedeutung des Vorhabens. Ziel sei es, die Rolle Detroits in der Geschichte elektronischer Musik sichtbar zu machen und gleichzeitig einen Ort für Bildung, Archivarbeit und kreative Projekte zu schaffen. Das Museum solle dabei nicht an einen einzelnen Standort gebunden sein, sondern als langfristige kulturelle Institution gedacht werden.
Detroit gilt weltweit als Geburtsort des Techno und hat die Entwicklung elektronischer Musik nachhaltig geprägt. Ein eigenes Museum für diese Kultur wird in der Szene seit Jahren als logischer Schritt diskutiert.
Alle Infos zum MODEM findet ihr hier.
Foto: Ken Lund via Wikimedia Commons
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