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Jeder kennt es, das Piepen auf dem Ohr nach einer langen Nacht im Club vor den Boxen. Wer jahrelang jedes Wochenende seine Raverbeine zu lauter Musik bewegt, wird vermutlich um einen lebenslangen Hörverlust (NIHL) nicht drumherum gekommen. Eine neue Studie der Keck School of Medicine der University of Southern California hat nun allerdings eine neue Methode entwickelt, die die Schäden mindern soll.

Angefangen hat die Studie, die in der Zeitschrift PNAS veröffentlicht wurde, mit einem Gerät, dass bei lauten Geräuschen Bilder des Innenohrs machen konnte. Die Forscher fanden heraus, dass in dem Teil, wo der Sound in etwas verwandelt wird, was das Gehirn erkennen kann, die Haare absterben und sich eine kaliumreiche Flüssigkeit bildet, die die Neuronen im Ohr abtötet. Da die Flüssigkeit viel Kalium enthält, entwickelten die Experten eine entgegenwirkende Lösung auf Salz- und Zuckerbasis. Diese muss bis zu drei Stunden nach dem Rave oder lauten Event in das Trommelfell injiziert werden, um entstandene Schäden um bis zu 64 Prozent zu mindern. Somit kann das Hörvermögen beibehalten werden.

Wer sich jetzt am liebsten nach jedem Rave bei der Afterhour Salz und Zucker in die Ohren streuen will, muss leider enttäuscht werden. Die Studie wurde noch nicht an Menschen getestet und wurde somit noch nicht komplett bestätigt. Wer jetzt schon mal auf Nummer sicher gehen, und auch einem Tinnitus entgegen wirken möchte, sollte vorerst zu den Ohrstöpseln greifen.

 

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