Künstler sollten während des Corona-Lockdowns mehr Geld durch Streaming-Dienste wie Spotify und Co. erhalten. Das fordert jetzt eine Kampagne mit dem Titel “Keep Music Alive”, die von der britischen Musiker-Gewerkschaft Musicians Union und dem Berufsverband für Musikautoren, der Ivors Academy ins Leben gerufen wurde.

Die Initiative forciert höhere Lizenzeinnahmen für die Künstler, damit diese den durch die Corona-Krise entstehenden wirtschaftlichen Schaden kompensieren können. Seit Beginn der Lockdown-Maßnahmen seien bereits Einkommensverluste in Höhe von 21 Millionen Pfund (ca. 24 Millionen Euro) zustande gekommen – das legen die Angaben von The Musicians Union dar.

Eine Erklärung von Keep Music Alive lässt verlauten: “Diese Krise hat offen gelegt, dass […] Interpreten primär von den Einnahmen der Live-Auftritte leben und dass die Streaming-Lizenzgebühren […] unzureichend sind.”

Naomi Pohl, stellvertretende Generalsekretärin der Musicians Union, ergänzt: “Musiker sollten nicht so abhängig von ihren Einnahmen aus Auftritten […] sein. Sollten diese Einnahmen wegfallen, dann darf es nicht sein, dass sie anschließend nicht in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen.”

Auch Graham Davies, CEO der Ivors Academy meldet sich diesbezüglich zu Wort: “Dies ist ein entscheidender Moment für die Musikindustrie. Den Musikschaffenden ist klar, dass sich die Branche verändern muss. Die derzeitigen Modelle sind gebrochen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass einige wenige Konzerne Milliarden mit dem Streaming verdienen, während Tausende von Künstlern in finanzielle Notlage geraten und ihre Existenzgrundlage bedroht wird.”

Wenn ihr Keep Music Alive unterstützen wollt, dann könnt ihr die Kampagne über diesen Link supporten.

 

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