
Im Bochumer Bermudadreieck ist Anfang Januar eine neue Adresse für elektronische Clubkultur an den Start gegangen. In den Räumen, in denen fast drei Jahrzehnte lang das Riff vor allem Studierende anzog, hat mit dem 200x ein kompakter Club eröffnet. Maximal 200 Gäste finden hier Platz – bewusst reduziert und konzeptionell klar an das legendäre „Boiler Room“-Format angelehnt.
Das 200x ist Teil des Veranstaltungszentrums Gleis 9 und versteht sich als sogenannter „Boilerroom Arena Club“. Heißt: Der DJ positioniert sich im Zentrum des Raums, das Publikum gruppiert sich auf Augenhöhe darum. Auf eine klassische Bühnen- oder Pulttrennung wird verzichtet. Betreiber Mounzer El-Chakif spricht gegenüber RUHR24 von einer „besonderen Form von Exklusivität und Nähe“, die in größeren Locations häufig verloren gehe. Statt anonymem Gedränge solle eine direkte Verbindung zwischen DJ und Crowd entstehen.
Auch kommunikativ setzt der Club auf Verknappung: „Begrenzter Zugang. Grenzenlose Momente. Nur 200 – sei einer davon“, heißt es auf der Website. Tickets für die kommenden Veranstaltungen liegen im Vorverkauf bei 8 Euro, Einlass ist ab 18 Jahren, Start meist um 23 Uhr.
Musikalisch liegt der Fokus klar auf elektronischen Spielarten. Formate wie „Rave Sonata“ stehen für harten Techno, ergänzt durch House-Nächte und ausgewählte Old-School-Hip-Hop-Events. Zum Opening standen unter anderem internationale Acts wie Salvatore Mancuso an den Decks.
Parallel bleibt das „Gleis 9“ als größere Eventfläche bestehen – mit Konzerten, Comedy, Lesungen und genreübergreifenden Formaten. Perspektivisch ist zudem ein Pop-up-Food-Bereich geplant, der jungen Gastronom:innen Raum für eigene Konzepte bieten soll.
Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Homepage.
Quelle: RUHR24
Foto: MaikMeid
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