
Gute Nachrichten aus NRW: Nur wenige Monate nach der Schließung des Herforder Clubs X, eröffnet die Kult-Location im neuen Gewand. Am 15. September feiert die Venue unter dem Namen Kulturwerk (KW) ein großes Reopening. Anders als früher wird die Location nicht mehr als reine Disco fungieren, sondern als Event-Location, die an Promoter vermietet wird. Dazu gehört unter anderem die Künstlerin Nadine Fehn, die im Kulturwerk eine Reihe von Techno-Veranstaltungen implementieren wird. Dazu zählen etwa die Klangtrauma Label Night, Techno Liebe oder das Safari Festival, das bereits aus Zeiten des X bekannt ist. Fehn, die im X als Bookerin für die elektronischen Events zuständig war, arbeitet als Vinyl-DJ und Produzentin und ist regelmäßig in renommierten Clubs wie dem Sisyphos zu Gast. Wir haben mit ihr über den Neuanfang der Herforder Location gesprochen.
Hi Nadine. Erzähl uns doch ein wenig über das Konzept hinter dem Kulturwerk. Anders als das X wird das KW ja kein reiner Club mehr sein, richtig?
Hallo! Ja, das ist richtig . Das KW ist ein neuer Ort in Herford für ausgelassenes Feiern, Konzerte, Events und ein Zuhause für die musikalische Szene abseits des Mainstreams. In optisch, akustisch und technisch aufgefrischten altehrwürdigen Räumlichkeiten wird es ein vielfältiges Programm mit festen Diskoveranstaltungen, aber auch mit wechselnden Events und Konzerten geben. Das KW bietet Platz und Raum für alle, die eine stilvolle Location für ihre eigene Veranstaltung suchen. Dabei überzeugt das Konzept der Raumaufteilung durch seine Vielseitigkeit und der Möglichkeit auf nahezu jede Eventgröße Rücksicht zu nehmen.
Du selbst wirst verschiedene elektronische Tanzveranstaltungen im KW durchführen. Liegt der Fokus nur auf Techno, oder auch auf anderen Genres?
Auf meinen Events liegt der Fokus vollständig auf Techno, getreu dem Motto „Schuster, bleib bei deinen Leisten.” Unser erstes Event „Klangtrauma” wird am 23. September stattfinden. Wir freuen uns schon wahnsinnig auf eine wilde Nacht an einem bekannten Ort, der doch ganz neu sein wird. Und natürlich auf viele alte und neue Gesichter!
Die Rede ist auch von einem neuen Soundsystem und überhaupt von einer Frischzellenkur der Venue. Erzähl uns mehr.
Das KW wurde mehrere Monate lang aufwändig renoviert und umgebaut. Selbstverständlich wurden alle Bereiche mit einem neuen Soundsystem ausgestattet. Aber hier verrate ich nicht zu viel, überzeugt euch selbst.

Mit dem Safari Festival kehrt ein beliebtes Event zurück. Gibt es hier Neuerungen?
Ja, wir werden die Ausrichtung leicht ändern. Es wird klarere Abgrenzungen der einzelnen Floors und Genres sowie passende Dekorationen geben. Auch das Line-up soll diverser gestaltet werden. Mein sehr guter Freund (Housegeflippt) und ich möchten die Safari unbedingt weiterführen, der finanzielle Aufwand ist allerdings enorm. Das will entsprechend gut geplant werden. Hierzu stehen wir in engem Kontakt mit dem KW.
Dein persönlicher Fokus wird sicherlich auf einem eingangs erwähnten Klangtrauma-Event liegen, du bist schließlich Betreiberin des gleichnamigen Labels. Wie sieht hier dein Konzept aus?
Das ist richtig, Klangtrauma Records habe ich im vergangenen Jahr zusammen mit Marcel Huldt und Duniz gegründet. Wir veranstalten regelmäßig unsere Labelnight in verschiedenen Clubs, wo Headliner, Talente und Künstler, die bei uns veröffentlicht haben, zu Gast sind. Wir mögen Techno bunt und frei und versuchen dies auch auf unseren Events zu verwirklichen.

Du bist als DJ und Künstlerin selbst aktiv. Erzähl uns abschließend doch etwas über deinen Status Quo.
Ja, das stimmt. Ich bin Produzentin und ein reiner Vinyl-DJ. Es stehen einige Releases auf großen internationalen Labels sowie meine ersten Gigs im Ausland an. Ich spiele viel in Berlin wie zum Beispiel im Sisyphos. Seit Kurzem bin ich außerdem im Management bei der Berlin Booking-Agentur DISTRICT4. Zuletzt habe ich die Single „Straight Pressure” auf Drumcomplex‘ Label Complexed Records veröffentlicht.