niereich


Zur Musik ist Peter Linsberger aka Niereich bereits mit zwölf Jahren und den ersten Prodigy-Platten wie „Charly“ oder „Out Of Space“ gekommen. Mittlerweile gehört er zu den Künstlern, die dem dunkleren Techno immer wieder Seele einhauchen und dieses Genre maßgeblich prägen. Mit dem Titel des neuen Shootingstars veröffentlichte der Österreicher seit 2010 bereits auf Labels wie Research, Sleaze Records, Decoy, Overdrive oder Nachstrom Schallplatten. Auf letzterem Imprint erscheint dieser Tage sein Debütalbum „Ghosts & Flowers“.

Auf seine anfänglichen Gehversuche in diesem Metier angesprochen, erinnert sich der in Graz lebende DJ, als wäre es gestern gewesen. „Das fing noch weit vor der Pubertät an, der Sound hat mich sofort gefesselt. Damals noch auf eine beeindrucke Art und Weise, zumal es bei mir auf dem Land kein Internet gab und ich mich mit Magazinen wie Frontpage oder Raveline und natürlich den damals traditionellen Radiosendungen wie La Boum de Lux auf FM4 auf dem Laufenden hielt. Alles, was diese Szene mir bot, saugte ich auf. Ich kaufte Platten im Wieder Now Recordstore. Vor vier Jahren kam unerwartet der Anruf von Sven Schaller, der mich zu Abstract holte.“ Mittlerweile ist er seit fast 20 Jahren dieser Leidenschaft verfallen. Mit Andreas Kraemer, den er vor einigen Jahren kennenlernte, fertigte er bereits 2012 das Album „Brett“ an. Die Tatsache, dass der in 1981 geborene Niereich ebenfalls Co-Founder des Label Audio Stimulation ist, beweist, dass hier jemand innerhalb kurzer Zeit einiges richtig macht. Mit verschiedenen Pseudonymen erspielte er sich in seiner Heimat einen Namen, ehe die Wellen weit über die Landesgrenze hinweg schwappten. Und genau diesem Werdegang beschreibt er nun auf seine eigene Art auf seinem Debütsoloalbum „Ghosts & Flowers“. – „Ich hätte bis vor einiger Zeit niemals gedacht, dass dieses Projekt so viel Erfolg haben würde. Davor habe ich mich sehr oft ausprobiert und Dinge nach kurzer Zeit beendet. Ich habe das Gefühl, im Wochentakt von den Fans dort draußen Blumen zu erhalten für die Dinge, die ich mit Leidenschaft ausübe. So entstand der Name zu dem Album. Der düstere Underground-Techno, der mich bekannt gemacht hat, komprimiert auf einem Werk.“

Begonnen haben die Arbeiten dafür mit dem Track „Bad Moon Rising“. Entfernt vom üblichen Niereich-Sound, belegt er nun den perfekten Abschluss eines runden Longplayers. „Ich habe mich danach im Studio eingeschlossen und ins Blaue hinein Tracks produziert. Mit dabei waren auch holländische Freunde von Hackler & Kuch und Luix Spectrum, der Gewinner meines Trinity Test Remix Contests.“ Erscheinen wird das Werk auf Nachtstrom Schallplatten, auf dem Niereich bereits seit einiger Zeit beheimatet ist. „Mit Fabian vom Label arbeite ich seit nunmehr knapp vier Jahren zusammen. Ich könnte mir für das Album keine bessere Homebase vorstellen. Sowohl menschlich als auch geschäftlich passt einfach alles“. Und so könnte man auch seine bislang dargelegte Karriere auf ein paar wenige Worte herherunterbrechen. Es passt einfach alles. Neben Großevents wie NATURE ONE und MAYDAY und weltweiten Auftritten von Argentinien bis Mexiko und in fast ganz Europa teilt er sich seinen Arbeitsplatz nun mit DJ-Größen wie Chris Liebing und The Advent. „Es ist unumstritten, dass ich einen rasanten Aufstieg hatte. Allerdings bezeichne ich mich nicht als Star und lese so etwas auch ungern über mich. Ehrlich gesagt hatte ich von der Szene an sich keine Erwartungen, da ich mich immer nur um die Musik gekümmert habe. Mich interessiert der Fame nicht. Ich möchte meine Leidenschaft mit dem Publikum teilen, und das heißt, ich will nicht im Mittelpunkt stehen, sondern die Musik, die ich spiele, soll diese Rolle einnehmen. Ich habe nie bedacht, welche Auswirkungen es haben kann, bekannt zu sein – sowohl aus positiver als auch aus negativer Sicht.“

 

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