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Nina Kraviz ist aktuell die wohl populärste Deejane des weltweiten DJ-Circuits. Die russische Musikproduzentin, die über ein Studium der Zahnmedizin nach Moskau und dort mit Musik in Berührung kam, ist für ihre stets klar artikulierten Meinungen bekannt. Jetzt hat sie an der Oxford University eine Lesung als Gastdozentin abgehalten und dabei einige interessante Dinge gesagt.

Über eine Stunde hat der трип-Label-Honcho über ihr Leben vor Musik, den aktuellen Stand der Techno-Bewegung und ihre Herangehensweisen an ihre Sets gesprochen.

Kraviz sagte: „Ich mache mir Sorgen über die großen Bildungslücken der jüngeren Generation. Sie wissen nichts über die Vergangenheit. Wenn man die Anfänge von Deep House nicht kennt, kann man auch nicht verstehen, dass das, was gerade als Deep House kategorisiert wurd, kein Deep House ist.“

Außerdem erklärte sie, wie sie an ihre Sets herangeht: „Ich fühle mich immer verantwortlich, wenn ich vor einer großen Menge performe. Aus diesem Grund integriere ich immer viel Musik aus der Vergangenheit, um eine Brücke zwischen Damals und Jetzt zu schlagen und die Zuhörer so ein Stück weit zu erziehen.“

Sie gab auch zu, Interesse an der älteren, wissenden Zielgruppe verloren zu haben: „Diese ältere, oft snobby Crowd hat im Laufe der Jahre ihre eigene Meinung gebildet. Sie leben lang genug, um selbst auf sich aufzupassen. Deswegen widme ich mich bevorzugt jungen Leuten.“

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