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Nach Maja Jane Coles und Lana Del Ray der nächste Personenkult und Hype, der durchs musikalische Dorf getrieben wird? So zumindest kolportieren es diverse mediale Berichterstattungen dieser Tage. Zugegebenermaßen, die Voraussetzungen sind wahrlich nicht schlecht: Das Rekids Label steht mit seinen coolen SloMo-House-Tunes immer für Qualität und scheint fast unangreifbar. Der Name Kraviz legt Analogien zum amerikanischen Soulstar nahe und optisch kann man über die Künstlerin nun auch wahrlich nicht meckern. So weit, so gut. Musikalisch findet man minimale Houserhythmen (“The Needle“, “4 Ben“), die teilweise sehr elektronisch, vertrackt klingen (“Best Friend“, “Turn On The Radio“). Die Stimme von Nina passt zu den meist deepen Ausgestaltungen und fügt sich kantenlos, geschmeidig bis hin zur Melancholie (“Fire“) ein. An der einen oder anderen Ecke findet man Detroit’sche Einflüsse (“Aus“)  und Experimentelles (“Taxi Talk“) oder nur Athmo (“Walking In the Night“, “Working“). Das hört sich alles ganz interessant an, aber wirklich starke Titel, die wie “Ghetto Kraviz“ oder “False Attraction “auch hängenbleiben, sind nur vereinzelt wahrnehmbar. Man erkennt gute Ansätze, allerdings muss man einem Künstler auch Zeit geben, diese und sich zu entwickeln. 7 Punkte CplusB