
In Nordmazedonien hat am 19. November der Prozess gegen 35 Personen begonnen, nachdem im Nachtclub Pulse in der Stadt Kočani bei einem Feuer im März 63 Menschen ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten den Betrieb eines „unsicheren Veranstaltungsortes“ vor. Das Feuer brach am 16. März gegen 2:30 Uhr aus, als rund 500 Gäste im Club waren – doppelt so viele wie die erlaubte Kapazität von 250.
Zunächst wurden 59 Todesopfer bestätigt, vier weitere erlagen später ihren Verletzungen, womit es der tödlichste Brand in der Geschichte Nordmazedoniens wurde. Angeklagt sind auch drei ehemalige Bürgermeister von Kočani sowie der Clubbesitzer.
Der Richter erklärte zum Prozessauftakt, dieser könne „zwischen fünf Monaten und fünf Jahren“ dauern. Behörden führen den Vorfall laut BBC auf „institutionelles Versagen und mangelnde Verantwortung“ zurück.
Die Staatsanwaltschaft sprach davon, dass Versäumnisse den Club in eine „Todesfalle“ verwandelt hätten. Es habe keine Kontrollen gegeben, außerdem sei der Club häufig über seine Kapazität hinaus gefüllt worden.
In der Unglücksnacht trat der Hip-Hop-Act DNK auf, als Pyrotechnik Funken ins Dach jagte. Bereits am 15. November versammelten sich tausende Demonstranten in Skopje, viele in Schwarz gekleidet.
Auch Angehörige der Opfer waren dabei und forderten Gerechtigkeit. Auf Transparenten mit Fotos der Verstorbenen stand der Ruf: „Gerechtigkeit für Kocani“.
Quelle: Mixmag
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