Nürnberg: 16,5 kg Kokain am Gepäckband sichergestellt

Nürnberg: 16,5 kg Kokain am Gepäckband sichergestellt / Quelle: Nürnberger Flughafenzoll

Ein außergewöhnlicher Fund am Flughafen Nürnberg sorgt für Aufsehen: 16,5 Kilogramm Kokain wurden am Gepäckband entdeckt, nachdem ein mutmaßlicher Schmuggler seinen Koffer einfach zurückließ und damit die Ermittlungen ins Rollen brachte.

Der Vorfall gilt als größter Kokainfund des Zolls am Nürnberger Flughafen in den vergangenen 20 Jahren. Laut Zollfahndungsamt München ließ der Mann den Koffer offenbar aus Angst zurück und bekam „kalte Füße“.

Mitarbeiter der Gepäckermittlung bemerkten das herrenlose Gepäckstück und informierten die Behörden. Bei einer Röntgenkontrolle zeigte sich schnell, dass der Koffer vollständig mit in Ziegeln gepresstem Kokain gefüllt war.

Die Drogen waren zuvor in Guayaquil in Ecuador aufgegeben worden. Insgesamt stellten die Beamten 16,5 Kilogramm sicher, die sich kompakt im Koffer befanden und eindeutig als Schmuggelware identifiziert wurden.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts München und des Bayerischen Landeskriminalamts. Über ausgewertete Fluggastdaten konnte schließlich ein Verdächtiger ermittelt werden.

Dabei handelt es sich um einen 72-jährigen Spanier, der den Koffer am 30. November 2025 aufgegeben hatte. In Nürnberg ließ er das Gepäck aus zunächst ungeklärten Gründen zurück und setzte seine Reise fort.

Einen Tag später flog er ohne den Koffer weiter nach Barcelona. Sein Plan sah offenbar vor, das Gepäck nachträglich von der Flughafengesellschaft zustellen zu lassen. Dazu kam es jedoch nicht.

Am 9. Dezember 2025 wurde der Mann in Barcelona von örtlichen Polizeibehörden festgenommen. Die Ermittlungen wurden dort übernommen und weitergeführt.

Dass der Fall erst jetzt öffentlich wurde, liegt laut Hauptzollamt München an ermittlungstaktischen Gründen. Eine frühere Veröffentlichung hätte den Ablauf der Untersuchungen gefährden können.

Quelle: Nordbayern

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