Der  amerikanische Entwickler Tom Oberheim bezeichnet ihn selbst noch immer als sein Lieblingsgeschöpf. Und auch die Retrogemeinde ist sich einig, dass das 1975 veröffentlichtes Koffermodell „Two Voice“ zu den Meilensteinen der Synthesizerhistorie zählt. Basierend auf Oberheims seinerzeit eigentlich für den Minimoog entwickelten „Synthesizer Expander Modulen“ (SEM) rief das vollanaloge Tasteninstrument unter anderem zwei Oszillatoren, ein Multimodefilter, zwei Hüllkurven sowie einen LFO auf den Schaltplan, um seine satten Sounds und feinen Sweeps zu generieren. Genau mit diesem Grundkonzept tritt Pionier Oberheim nun noch einmal an, wenngleich in einigen Punkten modernisierter Form. So geben die 37 Tasten des wohl  noch im Juli erscheinenden „Two Voice Pro“ Velocity- und Aftertouch-Meldungen aus, der 16 Step-Sequencer hat neben 99 Flash-Speicherplätzen auch Edit- und Songfunktionen und kann zur MIDI Clock synchronisiert werden. Dank der annähernd 60 Patchpunkte lassen sich die beiden SEMs auch extern verschalten, hinzu kommen separate Panorama- und Lautstärkeregler sowie ein Kopfhörerausgang als wesentliche Neuerungen. Allerdings will gut Ding auch Kohle haben: 3.449 EUR. Den echten Analog-Fetischisten jucken die paar Penunsen zur Lustbefriedigung natürlich auch weiterhin nicht …


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