Es soll ja Produzenten geben, die ihre Trackideen erst bis ins kleinste Detail aufschreiben, bevor überhaupt der erste Ton erklingt. Oder DJs, die akribisch ihre Sets vorbereiten und nichts dem Zufall überlassen. Oliver Deutschmann gehört nicht dazu. „Eigentlich habe ich beim Produzieren eine eher intuitive Herangehensweise. Ich versuche, mich immer frei zu machen von irgendwelchen Einflüssen und fange einfach an. Was am Ende herauskommt, weiß ich, wenn ich morgens ins Studio gehe, also nicht. Ich habe festgestellt, dass es meiner Kreativität und der ‚Stiloffenheit‘ zugute kommt, ohne feste Vorstellung eines Sounds zu beginnen. Meine DJ Sets plane ich schon lange nicht mehr im Voraus. Ich entscheide immer erst Minuten vorher, mit welcher Platte ich anfange und welche als nächstes kommen. Das hält mich aufgeregt und nervös. Diese kleine Unsicherheit brauche ich irgendwie.“ Musikalisch sozialisiert wurde er von den Omenparties und hr3 Clubnights eines Sven Väth. „Im Berlin der Jahrtausendwende hat mich dann die Afterhour-Kultur sehr geprägt, Beatstreet, Frühschoppen und wie sie alle hießen. Das waren tolle und intensive Partys an verrückten Orten und mit tollen DJs, die teilweise auch mal 20 Stunden am Stück aufgelegt haben.“ Auf Vidab Records, das er zusammen mit Stephan Hill betreibt, erscheint am 18. März das Debütalbum „Out Of The Dark“. „Tomas Svensson und ich haben Mitte letzten Jahres unser neues Studio fertig gestellt. Ich fand so endlich die Möglichkeit, die Arbeit an meinem Album zu beginnen. Angefangen hat es meist mit einem Beat aus der Roland 707 oder einer Bassline aus dem Polysix oder dem Microcon. Um diese Elemente baute ich die Tracks. Der schönste und zugleich deprimierendste Moment war natürlich, als ich den letzten Track fertig gemixt und gebounct habe. Ich war überglücklich, es endlich geschafft zu haben, bin aber auch gleich danach in ein tiefes kreatives Loch gefallen. Mittlerweile habe ich mich da aber wieder (mühsam) rausgerobbt.“

HIER verlosen wir das Album.

www.vidab-records.com