Zum 14. Mal wird das Open Source Festival 2019 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt auf den Bühnen des Festivalgeländes auf der Grafenberger Galopprennbahn begrüßen. Nachdem die Early-Bird-Tickets dafür in Rekordzeit ausverkauft waren, präsentierte der künstlerische Leiter Philipp Maiburg bereits im Dezember 2018 die ersten vier (von über 30) Acts für 2019.

Mit SOHN konnte ein Senkrechtstarter der letzten Jahre verpflichtet werden, dessen komplex-treibende Klanglandschaften mittlerweile Hörer/innen auf der ganzen Welt begeistern. Für seine beeindruckend große Fangemeinde benötigte er nur wenige Platten – unterstützt von der Extraportion Lebensfreude, Sonnenschein und Grooviness, für die er mit seinem Umzug nach Kalifornien gesorgt hat. Ebenfalls steil bergauf ging es in den letzten Jahren für den jungen Schweizer Songwriter Faber, der zwar nur ein Album, aber auch schon genug Fans hat, um es vor den Main Stages der deutschsprachigen Festivalwelt eng werden zu lassen. Auch auf dem Open Source Festival wird er auf der Main Stage auftreten, dort aber ein anderes Publikum ansprechen als SOHN – schon die ersten beiden Headliner stehen also für die Offenheit und Heterogenität des Festivals, das vom Popkultur-Magazin Intro einmal als „Aufforderung zum Entdecken“ geadelt wurde.

Rizan Said hat Hunderte von Platten in Syrien produziert, viel mit Omar Souleyman zusammengearbeitet und Soundtracks für Film und Fernsehen komponiert. Sein Debütalbum „The King of Keyboard“ machte Rizan Said auch als Musiker international bekannt – seitdem sorgt er mit seinem originalen Dabke-Dance-Sound für durchtanzte Nächte in ganz Europa. Das Düsseldorfer Projekt Toresch besteht aus Viktoria Wehrmeister, Jan Wagner und Detlef Weinrich (Kreidler, Toulouse Low Trax) und wird die Erinnerung an den Salon des Amateurs bewahren, bis dahin hoffentlich in neuem Glanz oder überhaupt wieder geöffnet. (Der Ursprung und Kristallisationspunkt eines Großteils der Düsseldorfer Musikszene wird zurzeit einer Sanierung unterzogen.) Weinrich hat als Resident-DJ und Booker der Club-Bar über Jahre Akzente gesetzt und Düsseldorf auf die internationale Landkarte der relevanten Popmusikorte zurückgeholt.

Viele positive Rückmeldungen haben die Macherinnen und Macher auch für die anderen Bereiche ihres Festivals bekommen: Vom durch Prof. Mischa Kuball kuratierten Kunstprogramm in Zusammenarbeit mit der KHM Köln, über die Open Squares – ein kleiner Markt, auf denen vielfältige Kreativzellen sich und ihre Arbeit vorstellen – bis zum mittlerweile stattlich angewachsenen Open Food Court bekommen. Vor allem Letzterer begeistert nicht nur die Festivalbesucher, die Intro freute sich über „exquisites Street Food, das mittlerweile einen Gutteil zum Charakter des Festivals beiträgt“. Auf der sipgate Young Talent Stage werden auch 2019 wieder acht junge Acts auftreten und sich neue Likes und Fans erspielen. Aus knapp 80 Bewerbungen wurden sieben Acts für ein je 30-minütiges Konzert auf der sipgate Young Talent Stage auf dem Open Source Festival ausgewählt, der acht Platz wurde beim Young Talent Contest auf dem sipgate Campus am 15. Juni vom Publikum ausgewählt. Ebenfalls in einem Juryentscheid wurden die zwanzig Teilnehmer*innen der Open Squares ausgewählt und zum 10. Jubiläum der Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln wurden vier Künstler*innen eingeladen.

Am 28. Juni 2019 gaben die Veranstalter in nachstehendem Statement bekannt, dass es sich beim 14. Open Source Festival am 13. Juli 2019 um das letzte Open Source Festival handeln wird. Tickets sind für ca. 38 EUR auf der Homepage verfügbar.

„Werte Freundinnen und Freunde der kultivierten Offenheit, liebe Leute,

das gibt’s doch nicht: schon wieder eine schlechte und eine gute Nachricht. Zuerst, klar, die schlechte, und sie ist diesmal richtig schlecht und macht uns wirklich traurig: Das nächste Open Source Festival wird das letzte sein! Das kommt jetzt vielleicht etwas überraschend, und tatsächlich wurde die Entscheidung gerade erst getroffen.

Der Grund ist irgendwie banal, aber letztlich eben auch fatal: Mit den Einnahmen des Festivals lassen sich dessen Kosten einfach nicht mehr decken. Ticketverkäufe, Gastronomie, Fördergelder und Sponsoren – reicht einfach alles nicht aus, um künftig die Jahr für Jahr um ca 7% gestiegenen Kosten einzuspielen.

Aktuell wissen wir selbst noch nicht so richtig, wohin mit unseren Gefühlen. Die Trauer verdrängen wir jetzt erst mal und sind vor allem dankbar. Dankbar für 13 fantastische Festivals, mit mega Musik, mit prima Partnern, mit Spitzensponsoren, mit Freundinnen und Freunden von nah und fern – und natürlich mit euch, mit dem superfantastischmegaprimatollsten Publikum der Welt. Jede*r Einzelne von euch hat dazu beigetragen, Düsseldorfer Kulturgeschichte zu schreiben und das Open Source Festival in das kulturelle Gedächtnis der Stadt einzubrennen. Dafür und für alle*s: DANKE!!!

Und jetzt die gute Nachricht: Auf uns wartet ein unvergessliches letztes Open Source Festival! Lasst uns feiern, lasst uns tanzen, lasst uns ein letztes Mal die einzigartige Festivalatmosphäre auf der Rennbahn erleben! Mit lecker trinken und essen und mit Kunst kucken und mit Leute treffen und natürlich mit Musik, Musik, Musik. Also wie immer, nur halt zum letzten Mal.

Sichert euch jetzt eins der begehrten Tickets für das legendäre letzte Open Source Festival 2019:
https://opensourcefestival.ticket.io

PS: Und nicht vergessen: Jedem Ende wohnt ein Anfang inne…“