
Für seinen Oscar-nominierten Thriller „Sirāt“ hat Regisseur Oliver Laxe eine Gruppe von „lebenslangen Ravern“ als Statisten engagiert.
Ziel war es, die freien Partyszenen des Films möglichst realitätsnah umzusetzen und die Atmosphäre einer echten Rave-Community einzufangen. Der spanische Film, der am 28. Februar in Großbritannien startet, sorgt in der Award-Saison für Aufmerksamkeit.
„Sirāt“ wurde unter anderem für den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“ nominiert und thematisiert die „dunkle Seite“ der Rave-Kultur (FAZEmag berichtete). Laxe organisierte für die Dreharbeiten eine eigene Rave-Party in der marokkanischen Wüste.
Im Gespräch mit dem Interview Magazine sagte er: „Wir haben eine richtige Rave-Party veranstaltet. Jeder wusste, dass er gefilmt wurde. Die Musik hörte tagelang nicht auf. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass wir genug Aufnahmen hatten.“
Auch gegenüber dem Guardian erklärte der Regisseur, er habe Hunderte eingefleischte Raver gebeten, für die Szene in die Wüste zu reisen. Einer der DJs auf der fiktiven Gratis-Party war Sebastian Vaughan von Spiral Tribe, bekannt als 69db.
Um den „wahren Charakter“ von Free Parties abzubilden, suchte Laxe zudem den direkten Austausch mit Szenekennern. „Sie sagten uns, dass die Musik drei Tage lang nicht aufhören kann“, sagte er, „und wir waren von dieser Idee wirklich begeistert.“
„Sirāt“ erzählt die Geschichte eines Vaters und seines Sohnes, die inmitten einer sagenumwobenen Rave-Party in Marokko nach der Tochter suchen. Die Filmmusik steuerte der in Berlin lebende Produzent Kangding Ray alias David Letellier bei.
Quelle: Mixmag
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