
Die Joachimstraße in Berlin-Mitte wurde am Donnerstag schon um 16 Uhr gesperrt – wegen eines Müllbeutels.
Bis 22 Uhr verwandelte sich die Straße bei frostigen 5 Grad in einen Open-Air-Rave, den das Star-DJ-Duo Pan-Pot anführte. Auch Michi Beck von den Fantastischen Vier und Schauspielerin Simone Hanselmann waren dabei, als der „Multibin“ Premiere feierte.
Hinter dem Projekt steht Marcus Trojan, 52, Ex-Chef des Weekend-Clubs und Mit-Erfinder der Luca-App. Er wollte den Launch alles andere als still angehen lassen. „Ich wollte ein Ausrufezeichen setzen und zeigen, dass ich da bin“, erklärt Trojan gegenüber der BZ.
Der technolastige Ansatz passte zur Hauptstadt, die Präsentation klang eher nach Festival als nach Haushaltsprodukt. In den Kommentarspalten erhielt die Idee dennoch viel Zuspruch von Fans, die vorbeischauen wollten.
Der „Multibin“ besteht aus zwei getrennten Kammern aus Recycling- und Ozean-Plastik. Sind beide gefüllt, lässt sich die Tüte unten am Müllplatz entlang einer mittigen Perforation auftrennen.
Der Beutel soll künftig smart werden: UV-Kleber, QR-Codes für Mülltracking, Bonussysteme oder sogar eine CO₂-Ersparnis-Anzeige gelten als realistische Optionen. Besonders Kliniken könnten profitieren.
„Dort werden gigantische Mengen wertvollen Plastiks heute verbrannt, nur weil niemand sinnvoll trennt“, so Trojan. Erste Tests in medizinischen Einrichtungen laufen bereits. Noch vor dem offiziellen Start wurden 500 Rollen verkauft. Angeboten werden 25- und 40-Liter-Größen für 3,50 bis 4 Euro pro Rolle.
Die Smart Split Bag besitzt farblich markierte Kammern und passt in herkömmliche Abfalleimer. Der QR-Code öffnet eine App mit Rewards und Lerninhalten. Verpackungen kommen in die eine Kammer, Restmüll in die andere.
Nach dem Abreißen werden Punkte gesammelt und ein CO₂-Report angezeigt. Eine Idee, die laut Trojan auf einem Boot entstand.
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Quelle: BZ
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