
Anfang November feierten im slowakischen Košice Tausende Katholiken eine ungewöhnliche Kombination aus spirituellem Ereignis und elektronischer Musik.
Vor der St.-Elisabeth-Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert fand am 8. November eine große Rave-Party zu Ehren des 75. Geburtstags von Erzbischof Bernard Bober statt, bei der sogar Papst Leo XIV. virtuell in Erscheinung trat und die Menge „segnete“.
Für den musikalischen Rahmen sorgte Padre Guilherme, ein Priester und DJ aus Portugal, der klassische House-Tracks mit religiöser Musik mischt und mittlerweile in den beliebtesten Locations weltweit gebucht wird (FAZEmag berichtete).
Unterstützt von Stroboskoplichtern und Projektionen auf die historische Kathedralenfassade verwandelte er den Platz in eine spirituell aufgeladene Clubszene. Während der Papstansprache spielte Guilherme einen Remix seines unveröffentlichten Tracks „Dear Young People“ und setzte so einen elektronischen Akzent unter die Botschaft.
Online verbreiteten sich Ausschnitte der Veranstaltung rasant. Kommentare wie der Scherz, Papst Leo sei „definitiv aus Chicago“, oder der Ruf „Jemand sagte Popechella!“ spiegelten die Mischung aus Überraschung und Begeisterung wider.
Die virtuelle Erscheinung des Papstes über einem Bildschirm hinter dem DJ wurde zu einem besonderen Moment des Abends, der weit über die slowakischen Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgte.
Guilherme begann während der Pandemie, DJ-Streams zu veranstalten, um junge Menschen über Techno und House mit spirituellen Inhalten zu erreichen. Seitdem veröffentlichte er fünf EPs, trat auf Major-Festivals auf und spielte sogar unterhalb der Christusstatue in Rio de Janeiro.
„Nur Padre Guilherme kann uns von heiligen Segnungen zu heiligen Beats führen“, schreibt ein begeisterter Fan auf Instagram. Eine weitere Userin kommentiert: „Was für eine Art, junge Menschen im Glauben zusammenzubringen! Was für eine schöne Botschaft.“
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Quelle: Mixmag
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